Feedsammlungen

Komplette Sublimationspalette

Druckspiegel - 8. Februar 2016 - 12:30
Kiian Digital hat sich für die Fespa Digital (8. bis 11. März, Amsterdam,Halle 5, Stand K 20) entschieden, um jene Vielfalt an Textilien zu präsentieren, die mit den nach eigenen Angaben marktführenden Sublimationsdruckfarben hergestellt wurden.
Kategorien: Management-News

Gegen Korruption und Kartelle

Druckspiegel - 8. Februar 2016 - 12:30
Um dem Thema "Compliance in der Faltschachtelindustrie" Nachdruck zu verleihen, kooperiert der Fachverband Falt­schachtel-Industrie mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME).
Kategorien: Management-News

Mehr Grammaturen

Druckspiegel - 8. Februar 2016 - 12:30
"Target Plus Pre-Print" heißt ein speziell entwickeltes Premiumpapier, das eine hohe Laufleistung garantieren und hohe Ansprüche erfüllen soll. Ab sofort bietet Berberich das Geschäftsausstattungspapier in drei weiteren Grammaturen an.
Kategorien: Management-News

Lösungen für den Wandel und für mehr Wachstum

Druckspiegel - 8. Februar 2016 - 12:30
Unter dem Motto "Let the Work Flow" zeigt das US-amerikanische Unternehmen auf der Drupa, wie Dienstleister die größten Herausforderungen angehen, indem sie ihre Prozesse automatisierter, integrierter und produktiver gestalten. Es will einige Neuentwicklungen vorstellen, insbesondere im Bereich von Inkjet und Packaging.
Kategorien: Management-News

Die wichtigsten Falzarten

gutenbergblog - 8. Februar 2016 - 10:30

Aufgrund der verschiedenen Falzmaschinentypen und ihrer Falzwerkanordnungen können sehr unterschiedliche Falzarten ausgeführt werden. Diese lassen sich wie folgt gliedern:

1. Kreuzbruchfalzungen
Asymmetrische Kreuzbruchfalzungen
Wenn im ersten Falzwerk im Verhältnis 1/3 zu 2/3 zur längeren Bogenseite gefalzt wird, können damit 12- oder 24-seitige Falzbogen gefalzt werden.

Symmetrische Kreuzbruchfalzungen
Hierbei erfolgt grundsätzlich eine fortgesetzte Halbierung durch Falzung der längeren Seite, wobei 2, 3 und 4 Falzbrüche für 8-, 16- und 32seitige Falzbogen ausgeführt werden können.

2. Parallelfalzungen
Parallelmittenfalz
Hier wird das Falzprodukt in jeder Tasche der Falzmaschine auf die Hälfte der jeweiligen Einlauflänge gefalzt. Es erfolgt also eine fortgesetzte Halbierung durch parallele Falzbrüche

Fensterfalz
Der Zweibruchfensterfalz weist beidseitig eingefalzte Klappen auf.

Leporello-oder Zickzackfalzungen
Hier wird der Bogen im Zickzack gefalzt, wobei zwei oder mehrere Parallelfalzbrüche in wechselnder Richtung in gleichen oder abgestuften Abständen ausgeführt werden.

Wickelfalz
Beim Wickelfalz wird der Bogen in gleicher Richtung mit zwei oder mehreren Falzbrüchen aufgewickelt um das innere Blatt gefalzt. Der Wickelfalz kann auch mit dem Leporellofalz kombiniert werden.

3. Kombinationsfalzungen
Bei den Kombinationsfalzungen werden Parallel- und Kreuzbrüche mieinander kombiniert.

4. Greiffalz
Das ist eine Falzart, bei der der hintere, vorstehende Bogenteil des Falzbogens zum automatischen Öffnen der Falzbogen dient.

5. Lagenfalz
Falzart, bei der – je nach vorliegender Papierstärke – mehrere Bogen gemeinsam gefalzt werden

Kategorien: Management-News

Lernen in Netzwerken

Weiterbildungsblog - 5. Februar 2016 - 22:30

Dem schlichten Titel folgt fast ein kleiner Grundsatzartikel, den uns Karlheinz Pape ins Wochenende mitgibt. Dabei geht er ausführlich auf folgende Fragen ein:

“Was ist anders beim Lernen in Netzwerken? …
Wo ist Netzwerk-Lernen schon öffentlich sichtbar?
Gibt es Regeln fürs Lernen in Netzwerken? …
Welche Rolle haben wir Learning Professionals fürs Lernen in Netzwerken? …
Wie kommen wir Learning Professionals am besten dahin? …”

In seinen Antworten weist er auf konkrete Beispiele, Plattformen und Veranstaltungen hin, die jede/r aufgreifen kann, um sich weiter mit dem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Denn: “Wer Lernen in Netzwerken anregen und unterstützen will, muss selbst Experte im Netzwerk-Lernen sein!”
Karlheinz Pape, Corporate Learning – Training und Wissensmanagement, 5. Februar 2016

Kategorien: Lehren und Lernen

Hamburg Open Online University: Kerstin Mayrberger im Interview

Weiterbildungsblog - 5. Februar 2016 - 21:02

Die Idee der Hamburg Open Online University (HOOU) wurde zwar schon Ende 2014 von Bürgermeister Olaf Scholz an die Öffentlichkeit getragen, aber es wird wohl noch eine Weile dauern, bis man an der HOOU auch lernen kann. Frühestens 2017. So jedenfalls Kerstin Mayrberger, die im Projekt die Expertengruppe OER leitet, in einem ausführlichen Interview. Ihr liegt dabei, das betont sie, die didaktische Idee des offenen, partizipativen Lernens besonders am Herzen:

“Eine weitere Leitidee der HOOU ist die Orientierung am Lernenden. Wie wird dies im Konzept konkret umgesetzt?

Es sind mehrere Varianten einer lernendenzentrierten Didaktik denkbar. In unserer vorrangig problem- oder kompetenzorientierten Herangehensweise gibt es für jedes Szenario eine Art Anker, eine Fragestellung oder ein Problem, die oder das möglichst kollaborativ gelöst werden soll. Die Inhalte, die zur Verfügung gestellt werden, werden von Lehrenden, aber - wo sinnvoll - auch von Lernenden als OER produziert. Die Teilnehmenden können im Verlauf des Projekts entsprechend selbst Inhalte erstellen, eigene Fragen einbringen oder gar völlig selbstständig Team bilden und selbstorganisiert Themen bearbeiten. Idealerweise können so zivilgesellschaftliche Fragestellungen interdisziplinär und durch unterschiedliche Lernende bearbeitet werden.”
Antonia Dittmann, Interview mit Kerstin Mayrberger, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 5. Februar 2016

Kategorien: Lehren und Lernen

Das Schneiden von Papier + Karton

gutenbergblog - 5. Februar 2016 - 10:00

Unter Schneiden ist das Trennen  in unterschiedlichen Techniken mittels Messer zu verstehen. Mit Hilfe verschiedener Schneidtechniken werden in der Papierindustrie, aber auch in der Druckerei vor dem Druck und bei der Druckweiterverarbeitung Papier, Karton, Pappe und Druckerzeugnisse wie Broschüren oder Bücher auf eine bestimmte Größe  bzw. auf ein bestimmtes Format gebracht.

© Oli_ok – Fotolia.com

In der Papierindustrie erfolgt das Schneiden der Papierrollen (Jumborollen/Tamboure) vorwiegend von  Rollen zu Formatware auf rechnergesteuerte Querschneider. Dabei ist zu unterscheiden zwischen einem Duplex-Querschneider auf dem zwei verschiedene Formate (auch in unterschiedlicher Laufrichtung) gleichzeitig geschnitten werden können, einem Simplex-Querschneider und einem Sortierquerschneider bei dem das Papier beiseitig mit Hilfe eines optischen Systems kontrolliert und fehlerhafte Bogen ausgeschleußt werden. Auf Querschneider erfolgt das Schneiden entweder mit einem rotierenden und einem feststehenden Quermesser (konventionelles System) oder mit zwei rotierenden Messertrommeln (Gleichlaufsystem).

In der Druckindustrie werden große Planobogen auf Kleinformate oder Sonderformate  auf Planschneider oder Schnellschneider zugeschnitten. Diese Maschinen arbeiten nach dem Schwingnittprinzip. Das in Zugrichtung geneigte Messer schneidet zuerst an einer Ecke den Stapel ein, und es wird erst im unteren Totpunkt der Schneidbewegung parallel zum Schneidtisch ausgerichtet. Um auch den letzten Bogen des Schneidstapels durchzuschneiden, muss das Messer geringfügig in ein in die Tischebene eingelassenes Material einschneiden. Diese Aufgabe erfüllt die sogenannte Schneidleiste. Sie besteht aus einem speziellen Kunststoff, der zäh, aber nicht zu hart sein darf. Sie muss ausgewechselt werden, wenn der unterste Bogen einer Schneidlage nicht mehr durchgeschnitten sondern nur abgerissen wird. Das kann im Druck zu unerwünschten sogenannten Feldruckstellen führen. Eine grundsätzliche Regel lautet deshalb: Bei jedem Messerwechsel Schneidleiste umdrehen oder auswechseln. Nach vollendetem Schnitt gehen Schneidmesser und Pressbalken, mit dem das Schneidgut durch hydraulischem Druck zusammengepresst wird, in ihre obere Ausgangsposition zurück.

Ein einwandfreier Schnitt wird erreicht durch das Material und  die Schärfe des Messers, den richtigen, materialabhängigen Schliffwinkel und den materialgerechten Preßdruck. Moderne Schnellschneider sind heute oft Bestandteil eines ganzen Systems zur Vorbereitung des Schneidgutes und zur Beschleunigung und Erleichterung der Arbeitsvorgänge wie Heben, Senken, Zählen, Einstapeln, Rütteln , Wiegen und Puffern und nach dem Schneiden zum Entladen und Transportieren.

In der Druckerei gibt es folgende Schneidvarianten auf einem Planschneider (Schnellschneider) vor dem Druck. Sie dienen der Formatanpassung an das mögliche Format der Druckmaschine, einer Verbesserung der Winkelgenauigkeit oder der Schnittqualität wenn z.B. das vom Papiergroßhändler gelieferte Papiers eine Sägekante,(Ursache für Schneidstaub im Druckbild)  Formatdifferenzen oder einen konkaven oder konvexen Hohlschnitt aufweist:

Halbieren der Bogen mit Durchschnitt der auch als Trennschnitt bezeichnet wird
Halbieren der Bogen mit Durchschnitt und Anschnitt
Halbieren der Bogen mit Gegenschnitt
Halbieren der Bogen mit Gegenschnitt und Anschnitt
Vierteln der Bogen mit Anschnitt
Vierteln der Bogen mit Anschnitt und Gegenschnitt (Rundumschnitt)
Parallelschnitt der Längskanten
Parallelschnitt mit Winkelschnitt
Einfacher Winkelschnitt

Bei der industriellen Buch- und Broschürenfertigung erfolgt das Schneiden bw. Beschneiden von Einzelexemplaren auf einem sogenannten Trimmer oder  es wird das Prinzip eines Dreischneiders (Dreimessermaschine) angewendet. Davon später.

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People Love Games — but Does Gamification Work?

Weiterbildungsblog - 4. Februar 2016 - 13:49

“Does Gamification Work?” Die Antwort lautet: Wir wissen es nicht genau. Was sicher viel damit zu tun, dass die “Sache Gamification” ein kunterbuntes Feld darstellt, dass Wirkungen schwer zu untersuchen und zuzuordnen sind, aber mehr noch damit, dass Gamification ja immer in einem spezifischen Kontext stattfindet. Trotz dieser Hürden wurden auf einer Wharton-Konferenz im letzten Jahr (Wharton-Professor Kevin Werbach betreut ja einen populären MOOC zum Thema) einige Erfahrungen und Ergebnisse zusammengetragen. Das liest sich dann wie folgt:

“Experiments with leaderboards are a focus of Landers’s gamification work. He said he has found “strong support for leaderboards if designed appropriately in the learning context.” In one study, employees in e-learning programs used leaderboards that rewarded not learning specifically, but putting in time and effort. He noted that the use of the leaderboard caused people to return to the activity and spend more time with it. Spending more time, in turn, led to better learning performance.”
Knowledge@Wharton, 3. Februar 2016

Kategorien: Lehren und Lernen

Kongress zur neuen Norm

Druckspiegel - 4. Februar 2016 - 12:29
Die neue ISO-Norm sorgt dafür, dass Proof und Druck besser übereinstimmen. Abstimmungsprobleme mit optisch aufgehellten Papieren gehören der Vergangenheit an. Ein Expertenkongress liefert praxisnahe Informationen.
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Recht bekommen

Druckspiegel - 4. Februar 2016 - 12:29
Die einstweilige Verfügung aufgrund der Patentverletzungsklage von Memjet wird aufgehoben.
Kategorien: Management-News

Noch intuitiver drucken

Druckspiegel - 4. Februar 2016 - 12:29
Seit der letzten Drupa stattet KBA die Mittel- und Großformatmaschinen der Rapida-Baureihe mit einem neu gestalteten Ergotronic-Leitstand aus. Mit Touchtronic gibt es nun auch eine neue Bedienoberfläche. Sie macht, wie es heißt, die schon benutzerfreundliche Maschinenbedienung noch schneller und intuitiver.
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10 ways to use an Enterprise Social Network for Social Learning

Weiterbildungsblog - 4. Februar 2016 - 11:42

Wer sich schon einmal gefragt hat, wie man eine interne Kollaborations-Plattform (wie z.B. Yammer, SAP Jam oder Jive) für das informelle Lernen bzw. die 70:20-Aktivitäten nutzen kann, findet hier eine Reihe interessanter Beispiele. Jane Hart gibt auch gleich die Richtung vor: “… it’s not about delivering content and testing knowledge but encouraging interactions, conversations, sharing and discussions to support and improve performance on the job!”

Sie zählt auf (und beschreibt kurz): Social Collaboration, Communities of Practice, Onboarding Community, social mentoring, guided social learning experiences, Learning Challenge, drip-feed training, modern social classroom training, supported live events, Learning Network. Und sie skizziert auch, welche Rolle L&D auf jedem dieser Spielfelder einnehmen kann.
Jane Hart, Learning in the Modern Workplace, 3. Februar 2016

10 Ways to Use an Enterprise Social Network for Social Learning from Jane Hart

Kategorien: Lehren und Lernen

OpenEd #25: Kommt nach den OER jetzt die OEP-Welle?

Weiterbildungsblog - 3. Februar 2016 - 17:52

Eine kurze, komprimierte Diskussion (30 Min.). Die Frage: Wie geht es mit oder nach Open Educational Resources (OER) weiter? Ulf Ehlers (DHBW) erklärt, warum OER und OEP (Open Educational Practices) nicht zwangsläufig zusammenfallen. Denn man kann natürlich OER auch im Rahmen traditioneller didaktischer Strukturen und Konzepte nutzen. Aber gerade dieser qualitative Schritt, in Richtung OEP, in Richtung einer offenen, partizipativen Didaktik, da sind sich alle Diskutanten der Runde einig, ist wichtig und notwendig. Auf der einen Seite “drückt” die Digitalisierung. Und auf der anderen Seite ist das Beharrungsvermögen der Organisationen und Institutionen. Schwierig.
ununi.TV, YouTube, 3. Februar 2016

Nachtrag (03.02.2016): Da im Gespräch einleitend das Projekt “Mapping OER” erwähnt wird, hier der Link auf eine aktuelle Zusammenfassung der Abschlussveranstaltung: “Mapping OER: Das Ende eines großartigen Projekts - der Auftakt für OER in Deutschland?” (Monika Fischer, Bertelsmann Stiftung)

Kategorien: Lehren und Lernen

Druck- und Papiermaschinenbau mit Rückenwind

Druckspiegel - 3. Februar 2016 - 12:29
Starker Auftragseingang und stabile Umsätze im Jahr 2015 - Weiterverarbeitung verzeichnet starkes Auftrags- und Umsatzplus - "Drupa World Tour" weckt weltweit Interesse an Leitmesse.
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Erste PSD-Zertifizierung im High-Speed-Inkjetdruck

Druckspiegel - 3. Februar 2016 - 12:29
Der Verfahrensnachweis soll auf dem 5. Farbmanagement-Symposium der Fogra am 18./19. Februar in München.präsentiert werden.
Kategorien: Management-News

"Helden des Digitaldrucks"

Druckspiegel - 3. Februar 2016 - 12:29
Mimaki inspiriert auf der Fespa Digital, wie gemeldet wird, die "Helden des Digitaldrucks". Es geht darum, die Zukunft des Digitaldrucks bereits heute in der Werbetechnik und im Textildruck einzusetzen.
Kategorien: Management-News

Online-Portal mit ICC-Profilen

Druckspiegel - 3. Februar 2016 - 12:29
Der nach eigenen Angaben europaweit führende Händler von Papier, Verpackungslösungen und Produkten für visuelle Kommunikation erweitert den Service im LFP-Bereich um eine Online-Datenbank mit ICC-Profilen für verschiedene Digitaldruckmaschinen und Rip-Software-Lösungen.
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Blogparade #netzkulturlernen Digitales Lernen 2016 - Trends und Erfahrungen sind angefragt

Weiterbildungsblog - 3. Februar 2016 - 11:39

Es geht um das “andere” digitale Lernen. Ellen Trude nimmt einen Ball auf, der ihr als Einladung zu einer Blogparade zugespielt wurde, um ihr Verständnis vom “digitalen Lernen 2016″ einmal ausführlich darzulegen. Und das beginnt mit einem eher klassischen Bild von Online-Lernen als “E-Learning” und den Mühlen, die an vielen Stellen in der Weiterbildung im alten Trott mahlen. Und führt sie dann zu Formen des vernetzten, informellen und selbstorganisierten Lernens. Dieses vernetzte Lernen in Communities, so Ellen Trude, findet bereits statt, am Arbeitsplatz, oft hinter dem Rücken der Weiterbildung, manchmal aber auch aktiv von ihr aufgegriffen (siehe die Beispiele von Bayer, Bosch und Credit Suisse). Kurz: dieses Spannungsverhältnis in der Praxis des digitalen Lernens gilt es auch 2016 auszuhalten.
Ellen Trude, Open Thinking, 3. Februar 2016

Kategorien: Lehren und Lernen

UV-Lackierungen, Öldrucklack, Dispersionslack und Co

gutenbergblog - 3. Februar 2016 - 10:21
Wer nicht lackieren kann ist „gelackmeiert“!

„Gelackmeiert“ ist eine scherzhafte Kontamination aus „lackieren“. Gelackmeiert zu sein,  heißt so viel wie der Betrogene sein und auch im Nachteil sein. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass derjenige, der heute im modernen Offsetdruck nicht lackieren kann, im scharfen Wettbewerb wirklich den kürzeren zieht. Es steigen nicht nur die Anforderungen hinsichtlich der allgemeinen Druckqualität bezüglich Detailreichtum, Bildschärfe, Kontrast, Tonwertumfang und Ausdruckskraft und natürlich auch was die Qualitätskonstanz innerhalb der gesamten Auflage betrifft. Die elektrostatischen Digitaldrucker versuchen den Markt der heutigen Wegwerfgesellschaft mit ihrer „Gut-genug-Qualität“ zu beeinflussen, weil bei diesen Verfahren der Gestaltung der Druckprodukte gewisse Grenzen gesetzt sind. Das betrifft einerseits die Auswahl nur einer sehr beschränkten Anwendung von Papier- und Kartonqualitäten (vorwiegend nur bestimmte und „lizensierte“ Naturpapiere) und andererseits besteht auch keine Möglichkeit des Lackierens. Aber der Markt erwartet neben einer weiter steigenden Druckqualität auch die Möglichkeit und Praktizierung einer der vielen Möglichkeiten einer Oberflächenveredelung durch Lack. Gut genug ist keineswegs im modernen Offsetdruck gut genug. Nicht zuletzt deshalb, hat sich das Gebiet der Druckveredelung durch eine Lackierung im Laufe der Zeit zu einem fast eigenständigen Fachgebiet entwickelt dem sich mehr und mehr  die Druckmaschinenhersteller auch für das kleinere Druckformat zuwenden. Hier möchte ich ganz kurz in Stichworten auf die vielen Möglichkeiten einer Drucklackierung aufmerksam machen.

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1. Die Drucklackierung mit Öldrucklacken

Dies ist wohl die einfachste und auch älteste Lackiermethode. Hier wird ein oxidativ trocknender Firnisdrucklack über das Farbwerk wie eine Druckfarbe übertragen. Hier kann  eine Spotlackierung nur auf das Druckbild, also ohne Beeinträchtigung der eigentlichen Papiercharakteristik übertragen werden, aber auch eine Vollflächen-Lackierung und für ganz besondere Effekte (je nach Papiercharakter Glanz-Matt- oder Matt-Glanz-Abstufungen) eine sogenannte Schattenlackierung. Dabei kann eine gerasterte Druckplatte entsprechend der Druckbildanteile aufgedruckt werden. Übrigens heißt Drucklackierung nicht allein nur „Glanz“ oder „Matt“ zur Erzielung von grafischen Effekten sondern es gibt auch die Möglichkeit von Schutzlackierung für die verschiedensten Anforderungen. Die entsprechende Auswahl an Lacktypen ist sehr groß. Diese Technik kann jeder Bogenoffsetdrucker beherrschen und bedarf keinerlei weiteren technischen Unterweisungen.

2. Drucklackierung mit  UV-Lacken

Hier sind  Einrichtungen und Installationen zum Trocknen solcher Lacke erforderlich. Denn hier geht es um eine Härtung durch Vernetzen der flüssigen Bindemittelbestandteile nach Einwirkung von UV-Strahlen in Sekunden- bruchteilen. UV-Lacke bestehen aus 100%ig polymerisierbaren Bindemitelbestandteilen und Fotointiatoren. UV-Lacke zeichnen sich aus durch einen besonders hohen Glanz in Verbindung mit hohen mechanischen Schutz, auch gegen chemische Einwirkungen. Die UV-Lackierung wird auch im Rollenoffsetdruck und Siebdruck mit der Möglichkeit besonders hoher auftragender Schichtdicke praktiziert. Auch UV-Mattlackierungen sind möglich. Für Lebensmittelverpackungen sind UV-Lackierungen wegen der Geruchsbildung nicht zu empfehlen. Alles in allem eine Technik für besondere Anwendungsbereiche und für erfahrender Spezialisten. Es gibt Druckereien die sich mit Hilfe der UV-Lackierung und gleichzeitig des mehrfarbigen UV-Druckes einen besonderen Markt erschlossen haben. So sind solche Betriebe z.B. in der Lage, schwierige Bedruckstoffe, wie Folien oder Kunststoffe im Offsetdruck problemlos zu bedrucken.

3. Drucklackierung mit Dispersionslacken

Die Lackierung mit wässrigen Dispersionslacken ist eine Technik, die sich in den letzten Jahren sehr stark durchgesetzt hat. Am Anfang wurde zunächst nur von einem „Wasserkastenlack“ gesprochen, weil die wässrige Dispersion mühsam über ein Feuchtwerk mit textilbezogenen Feuchtwalzen verarbeitet wurde. Auch eine zusätzliche Einrichtung zum Trocknen war nicht notwendig, weil der Lack nach der Obertragung auf den Bedruckstoff sofort trocken war. Heute  bieten die Druckmaschinenhersteller eine entsprechende Technik zur Übertragung des Lackes an. Eine herrausragende Rolle spielt dabei für die Inline-Veredelung sogenannte Lackmodule , mit denen der Lackauftrag  sowohl als Zweiwalzen-Auftragwerk erfolgen kann aber wahlweise auch über Kammerrakel mit einer Rasterwalze. Wichtig ist gleichzeitig natürlich auch  die notwendige Trocknungstechnik, am besten in einem verlängerten Ausleger.   Der rasante Erfolg des Lackierens mit einem Dispersionslack ist nicht allein zurückzuführen auf die Entwicklung von zuverlässigen Lackmodulen zur Lackübertragung, sondern es ist ein optimales Zusammenspiel zwischen Maschine, Lackchemie und Trocknungstechnik.
Die Basis der Dispersionslacke sind verschiedene Polymerdispersionen. dabei handelt es sich um modifizierte Acrylate, die je nach Molekülaufbaue als „hart“ oder „weiche“ bezeichnet werden können. Dispersionen sind grob-disperse Teilchen, die milchig-trüb erscheinen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil sind die wasserlöslichen Harze, die über Salzbildung mit Ammoniak wasserlöslich gemacht werden. Als Lösemittel wird im allgemeinen nur Wasser eingesetzt. Als Additive bezeichnet man diverse Zusatzstoffe, die die verschiednen Eigenschaften, wie Oberflächenspannung, Bentzung, Gleichfähigkeit, Scheuerfestigkeit, Filmbildung u.a. beeinflussen. Im Gegensatz zum klassischen „alten“ öldrucklack, der wie eine Druckfarbe oxidativ trocknen muß, läuft der Trocknungsprozess beim Dispersionslack rein physikalisch ab. Dies erfolgt durch Wegschlagen in den Bedruckstoff aber vor allen Dingen des im Lack enthaltenen Lösemittelwassers. Dabei rücken die Dispersionsteilchen so nah aneinander, dass ein hoher Kapillardruck entsteht, wodurch die Grenzflächen verschmelzen und die Filmbildung einsetzt.
Um eine gute Trocknung und einen sauberen glatten Film- bzw. Lackverlauf zu erreichen, empfiehlt es sich, eine Maschine mit einer entsprechend langen Trockenstrecke zu bevorzugen. Damit kann die volle Maschinengeschwindigkeit  ausgefahren werden ohne Gefahr zu laufen, dass ein Ablegen auftritt, ein Orangenhauteffekt des Lackes oder ein Krakulieren. Solche Probleme stehen oft in direktem Zusammenhang mit einer zu schnellen Trocknung mit zu hoher Trocknungsenergie. Auch ein höherer Glanz ist mit einer Auslegerverlängerung verbunden.
Zu einer guten Trockung gehört auch eine entsprechende Absaugung in der Auslage und eine Bodenabsaugung die die Entstehung eines sogenannten „Waschkücheneffektes“ vermeidet. Als Faustregel gilt, dass mindestens die Luftmenge aus der Maschine wieder abgesaugt werden, die durch den Trockner eingeblasen wird. Natürlich kann man auch bei älteren Maschinen, die nicht mit entsprechenden Trocknungsanlagen ausgerüstet sind, mit Dispersionslacken lackieren, allerdings dabei mit etwas geringerer Maschinengeschwindigkeit und vielleicht auch mit einem etwas geringeren Glanz.

Hier auch die Anforderungsprofile für Dispersionslacke:

Lackfilm
  • Glanz
  • Scheuerfestigkeit
  • Blockfest (nass + trocken)
  • Elastizität (Nut-u.Rillfähigkeit)
  • Heisssiegelfest
  • Geruchsfreiheit
  • Verklebbarkeit
  • Gleitfähigkeit
  • klare Filme
  • folienprägbar
  • hohe Filmhaftung
  • recyclefähig
Verarbeitung
  • kein Ablegen im Stapel
  • kein Verblocken
  • kein Antrocknen im Lackwerk
  • geringe Schaumbildung
  • gute Benetzung des Untergrunds
  • Pumpbarkeit
  • möglichst kein Pudereinsatz
  • niedriger Verbrauch
  • wenig Geruch
  • gute Reinigungsmöglichkeit
Flüssiger Lack
  • hoher Festkörperanteil
  • Einstellung der Viskosität auf das Lackauftragsaggregat
  • Viskositätsstabilität
  • möglichst Frostbeständigkeit
  • Filmbildung auch bei tiefer Temperatur
  • Kennzeichnungsfrei
  • biologisch abbaubar
  • richtige Oberflächenspannung
  • keine  organischen Lösemittel

 

Aufgrund der unterschiedliche und zahlreichen Anforderungsprofile ist es wichtig, dem Lackhersteller die gewünschten oder notwendigen Eigenschaften des einzusetzenden Lackes zu nennen, da die Lacke entsprechend eingestellt werden können. Falls dem Lack während der Verarbeitung vielleicht auch Additive zugegeben werden müssen, sollte auch dann der Lackhersteller konsultiert werden.

4. Kombinationslackierung

Die gute Bogen- und Rollenoffsetdruckerei Vetters in 01471 Radeburg/Sachsen praktiziert eine Kombinationslackierung und nennt sie  „Drip-Offlackierung“. Auf Anfrage teilte man mir mit, dass bei dieser Lackiertechnik   mit konventionellen Druckfarben gedruckt wird. Im letzten Farbwerk der Offsetmaschine wird erst ein spezieller Öldruck-Mattlack partiell auf die gewünschten  Flächen aufgedruckt und im folgenden Lackwerk der Maschine läuft abschließend vollflächig ein Hochglanz-Dispersionslack. Dieser perlt an den vorher matt lackierten Stellen ab und der Matteffekt bleibt erhalten. „Drip Off“ heißt also so viel wie „abtröpfeln“. Durch die Oberflächenbeschaffenheit und den Kontrast zwischen matten und glänzenden Teilflächen entstehen so interessante optische Effekte.

5. Die Drucklackierung im Digitaldruck

Mir liegt auch eine kleine Musterkollektion (12,5 x 12,5 cm) mit verschiedenen Lackierungen vor die auf einer Canon imagePRESS C1 + gemacht wurden. Es sind dies:

  • Partielle Glanz-/Mattlackierungen
  • Vofflflächige Matteveredelung
  • Sicherheitsmarkierungen (Watermarks)
  • Metalleffekte

Mehr zu diesem Thema erfahrt ihr auch in unserem Beitrag „Druckveredelung: Wissen kompakt“

 

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