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1. VORKALKULATION
Zur Berechnung der Selbstkosten und somit auch dem Angebotspreis sind zuerst einmal die Kostenarten wichtig.
ANMERKUNG: in (Klammern) sind Beispiel für die Kostenarten.
Zum einen gibt es die Fertigungskosten. Diese bestehen aus Fertigungseinzelkosten (Fertigungsstunden), Fertigungsgemeinkosten (Strom, Instandhaltung) und Sondereinzelkosten der Fertigung (Lizenzen, Fremdleistungen)
Fertigungseinzelkosten
+ Fertigungsgemeinkosten
+ Sondereinzelkosten der Fertigung
______________________________
= FERTIGUNGSKOSTEN
Neben den Fertigungskosten gibt es noch die Materialkosten. Diese bestehen aus dem Fertigungsmaterial (Papier) und den Materialgemeinkosten (Lagerkosten, Beschaffungskosten, Farbe).
Fertigungsmaterial
+ Materialgemeinkosten
______________________________
= MATERIALKOSTEN
Diese beiden Kostenarten ergeben zusammen die HERSTELLUNGSKOSTEN.
FERTIGUNGSKOSTEN + MATERIALKOSTEN = HERSTELLUNGSKOSTEN
Nun gibt es auch noch die Verwaltungs- und Vertriebskosten (VV-Kosten):
Vertriebsgemeinkosten (Werbung, Sprit, Fuhrpark)
Verwaltungsgemeinkosten (Chefgehalt)
Sondereinzelkosten des Vertriebs (Werbung für ein bestimmtes Produkt)
Rechnet man nun die Herstellungskosten mit den VV-Kosten zusammen, erhält man die SELBSTKOSTEN.
Ermittlung des Angebotspreises
Wird die Selbstkostenkalkulation durch eine Absatzkalkulation ergänzt, erhält man den Angebotspreis. Dieser muss nicht zwangsläufig dem Verkaufspreis entsprechen:
SELBSTKOSTEN
+ Gewinnaufschlag
+ Kundenskonto (%)
+ Kundenrabatt (%)
+ Mehrwertsteuer
= ANGEBOTSPREIS (brutto)
2. NACHKALKULATION
Nach Beendigung eines Auftrages werden auf Basis der Tageszettel die tatsächlichen Kosten des Auftrages berechnet. Die Summe geht nicht in den Verkaufspreis des Produktes ein, sondern dient dem Betrieb zur Kontrolle, Optimierung und Gewinn-/Verlustanalyse.
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Kommentare
Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung
Habe den Begriff Fertigungslohn durch den allgemeineren Fertigungseinzelkosten ersetzt.
Sondereinzelkosten der Fertigung sind alle fertigungsbezogenen Einzelkosten, die keinem einzelnen Kostenträger zugeordnet werden können.
Über das Beispiel Farbe für Materialgemeinkosten lässt sich streiten. Typische Beispiele sind Lagerkosten oder Beschaffungskosten.
Gruß Thomas
Hi, ich hab mal eine Frage...
Hi, ich hab mal eine Frage... ^^
aufgrund einer wohl minder begabten Lehrerin in diesem Fach, hatte ich dieses ganze Kostenberechnungszeug nie und finde es deshalb super, dass ihr sowas hier macht...
...ich hab mal im Kompendium nachgeschaut und da steht:
Fertigungskosten = Stundenzeit x Fertigungszeit
Also wie ist das jetzt? nach was kann man da gehen?
tut mir leid, falls das total offensichtlich ist, aber ich hatte es wirklich nicht und versuch da jetzt durch zu sehen.
...vielen dank schonmal!
Wie könnte eine
Wie könnte eine Aufgabenstellung zu dem Thema konkret aussehen?
Hallo, habe mal einige
Hallo,
habe mal einige Fragen zu diesem Thema
(bin wirklich ne absolute 0, wenns um sowas geht =D) ...
und zwar haben wir es in der Schule nur mit Einzelkosten und Gemeinkosten beigebracht bekommen.
Wo müsste ich denn jetzt z.B.
die Miete der Druckerei oder das Gehalt der Arbeiter (bei Verwaltungsgemeinkosten ?!) hinstecken?
LG mk_mega
Fertigungskosten
Hallo mk_mega,
hier kommt es eben immer darauf an, wie detailliert gerechnet werden soll.
Wenn nur Einzelkosten und Gemeinkosten unterschieden werden, so wird der Arbeitslohn direkt der Fertigungseinzelkosten zugerechnet, die Gebäudemiete den Fertigungsgemeinkosten.
Wenn aber eine große Druckerei z.B. Mietkosten des Verwaltungsbereichs (alos Büros, etc.) kostenmäßig separat erfasst (was normal wäre), dann gehören die zu Verwaltungsgemeinkosten.
Viele Grüße
Thomas Hagenhofer
konkrete Aufgabe dazu?
Hi zusammen,
hat irgendjemand eine Ahnung, wie konkret eine Aufgabenstellung hierzu lauten könnte?
Danke und Grüße
K
Angebotspreis berechnen
Servus an alle,
steh grad ziemlich aufn Schlauch und würde gern wissen ob man beim Angebotspreis auf 100 rechnet oder in 100... hab grad leichte Probleme.
Danke schon mal
Grüße
Beispiel-Aufgabe aus dem Unterricht
Wir haben im Unterricht folgende Aufgabe bekommen und berechnet:
In einem Industrieunternehmen sind im abgelaufenen Quartal für ein Produkt folgende Kosten aufgelaufen:
Mit folgenden Zuschlagssätzen soll gerechnet werden:
Es sollen weiterhin 3% Kundenskonto, 5% Kundenrabatt und ein Gewinnaufschlag von 25% bei einer Umsatzsteuer von 16% einkalkuliert werden.
Ermitteln Sie den Angebotspreis!
Zur Lösung haben wir uns an folgende Tabelle (im Grunde die selbe Rechnung wie in diesem Artikel) gehalten:
Angebotskalkulation ausgehend von Selbstkosten
Angebotspreis brutto (= 18. + 19.)
Die einzige Schwierigkeit liegt nun darin, Kundenskonto und Kunderabatt auszurechnen, was sich aber mit einem einfachen Dreisatz lösen lässt.
In der Beispielaufgabe haben wir einen Kundenskonto (15.) von 3%, bezogen auf den Zielverkaufspreis (16.), den wir ja noch gar nicht haben. Der Zielverkaufspreis (16.) ist also 100% und somit der Barverkaufspreis (14.) 97%. Wir rechnen einfach Barverkaufspreis : 97 x 3 und erhalten den Kundenskontobetrag. Die gleiche Rechnung ist beim Kundenrabatt durchzuführen.
Als Kontrolle, falls jemand die Aufgabe rechnen möchte: der Angebotspreis liegt bei 53.185,03 €
Ich hoffe, ich konnte damit einigen weiterhelfen.
MfG,
Tobi
@ Tobi
Hi Tobi,
super, danke für Deine tolle ausführliche Aufgabenstellung! Ich habe die Aufgabe mal durchgerechnet und komme auf ein anderes Ergebnis :( Ich glaube, es liegt daran, dass ich das "im Hundert"-Rechnen an falschen Stellen gemacht habe. Wobei wird so gerechnet, bei Skonto und MwSt oder auch schon vorher bei Rabatt oder so?? Hab jetzt verschiedenes durchgerechnet und komme immer auf was anderes, aber nicht auf dein Ergebnis. Könntest du grob die Zwischenrechnungen notieren?
Danke und Grüße
K
Hilfe!!
Könnte jemand Bitte den Lösungsweg aufschreiben.
Ich komme mit dem Absatzkalkulation nicht zurecht.
Lösungsweg der Beispiel-Aufgabe
Hi K,
aber gerne doch:
So, ich hoffe, ich hab jetzt keine Abschreibfehler mit eingebaut. Rot ist die Skonto-Berechnungs-Hilfe und blau die Rabatt-Berechnungs-Hilfe. Die Mehrwertsteuer wird einfach nur auf den Netto-Verkaufspreis (18.) draufgerechnet. Da braucht man keinen Dreisatz für.
Hey Tobi, perfekt, danke!
Hey Tobi,
perfekt, danke! Ich war bei der im-Hundert-Rechnung falsch... Jetzt ist es mir klar!
LG
Vielen Dank.. Echt super...
Vielen Dank.. Echt super... :-)
skonto
wird skonto nicht erst nach der mwst abgezogen?
"Das Skonto ist ein Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist [...] Weitgehend üblich ist die Brutto-Skontierung." - http://de.wikipedia.org/wiki/Skonto
gruß & danke, malte
hm, gute Frage
wir haben es im Unterricht nur so gerechnet. Wahrscheinlich gibt es aber auch keine feste Regelung, wann Skonto hinzugerechnet wird. Ich kann mir aber auch, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass wir so eine komplette Rechnung durchführen müssen, sondern eher vielleicht Einzelheiten von dem gesamten Rechenweg beschreiben/erklären sollen.
Na hoffen wir mal auf das Beste =))
So langsam wirds ja ernst...
Gruß, Tobi
Skonto
Meines Wissens nach kommt der Skonto nach der MwSt. Es gib kein Skonto vor der Steuer.
Vor der Steuer kann man Kundenrabatt gewähren. Skonto wird angewendet um den Kunden zum schnelleren Zahlen zu bewegen. "2% Skonto bei Zahlung innerhalb von 7 Tagen."
Also korrekte Rechnung:
SELBSTKOSTEN
+ Gewinnaufschlag
+ Kundenrabatt (%)
+ Mehrwertsteuer
= ANGEBOTSPREIS (brutto)
- Skonto (%)
= Endpreis
Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege.
Gruß Robert
du warst da doch richtig. in
du warst da doch richtig. in der angebotsberechnung kalkuliert man skonto schon ein, damit man beim angebotspreis das wieder abziehen kann ohne verlust zu machen.
war mein fehler