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Farbtemperatur

Laut wissenschaftlicher Definition ist die Farbtemperatur die Temperatur, die ein Schwarzer Körper (der alles Licht schluckt) haben müsste, um der jeweiligen Lichtquelle zu entsprechen – er müsste vereinfacht gesagt glühen, so wie z.B. Metall bei unterschiedlichen Temperaturen mit unterschiedlichen Farben glüht.

Mit der Farbtemperatur und der Einheit K (Kelvin) wird die Lichtfarbe gemessen, die eine spezifische Lichtquelle abgibt. Das Spektrum geht dabei von Rot über Gelb und Weiß zu blau. Je niedriger die Farbtemperatur ist, desto roter ist das abgegebene Licht.

Besondere Bedeutung kommt der Messung der Farbtemperatur bei der Fotografie und der Farbbeurteilung im Druck zu.
In der Fotografie muss die Farbtemperatur eingestellt werden, um die aufgenommenen Farben realistisch wiederzugeben. Das geschieht in der Digitalfotografie über den Weißabgleich, in der Analogfotografie über die Wahl von Tageslicht- oder Kunstlichtfilmen bzw. über entsprechende Filter.
Für die Farbbeurteilung im Druck muss ein neutralweißes Licht (Normlicht, D50) als Lichtquelle gewählt werden, da das menschliche Auge einen automatischen Weißabgleich vornimmt und Farben unter Lichtquellen mit »Farbstich« nicht richtig beurteilt werden können.

Abbildung

Übersicht der Farbtemperatur häufiger Lichtquellen:

Kerze: 1500 K
Glühlampe (40 W): 2200 K
Halogenlampe: 3000 K
Abendsonne: 3400 K
Normlicht: 5000 K
Tageslicht (Sonne): 5500 K
Bewölkter Himmel: 6500 bis 7500 K
Nebel: 8500 K
Himmel (blau) vor Sonnenaufgang: 9.000 bis 12.000 K

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