Lerncenter

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Mediengestaltung

  • Typografische Gestaltung
    • Web Based Training (WBT) Satztechnik und Typografie
      Interaktives Lernmodul mit Multiplechoice-Abschlusstest. Das Augenmerk liegt auf den Themen: Buchstabe, Abstände, Satzarten und Schriftwahl.
    • WBT Typografie am Bildschirm
      Interaktives Lernmodul mit Multiplechoice-Abschlusstest. Der Fokus liegt auf den Themen: Zeichen/Buchstabe, Lesbarkeit/Schrift, Schriftanwendungen und Datenkompression.
    • Lernmodul Schriftwahl
      Dieses Lernangebot befasst sich mit der Wahl der richtigen Schrift für ein vorliegendes Produkt. Dabei wird auf die Zielgruppe, die Zielsetzung und die Produktnähe eingegangen. Außerdem werden Wirkungsweisen erklärt und Anwendungstipps gegeben. 
  • Farben
    • WBT Farbenlehre
      Farbe ist mehr als Licht oder Pigmente. Wie man Farbe sieht und empfindet und welche Einflüsse das Umfeld und die Beleuchtung haben, wird hier näher erklärt. Zudem werden mehrere physikalisch-technische Farbmodelle vorgestellt.
    • Lernmodul Farben und Farbgestaltung
      Eine kurze Einführung in die Farbentheorie und Farbgestaltung. Von den Grundfarben, über Farbmischgesetze bis hin zu Farbharmonien und Farbklängen.
    • Prospekt und Formulargestaltung, Corporate Design
      Auf wenigen Seiten wird ein Überblick über die Gestaltung von Prospekten und Formularen gegeben. Dabei werden besonders die Punkte Corporate Design und Identität näher beleuchtet.
  • Werbeorientierte Gestaltung
    • Tipps zur Logogestaltung
      Auf was kommt es bei der Gestaltung von Logos, Signets oder Wortmarken an? Diese Frage wird in diesem Lernangebot beantwortet. Überlegungen zur Originalität, Form, Farbe und Reproduzierbarkeit werden kurz und verständlich dargestellt.
    • Brainstorming und Gestaltungsmittel
      Auf diesen Seiten wird erläutert, wie man vom unklaren Kundenwunsch zu vielen Ideen bzw. zum ersten Entwurf gelangt. Dazu gibt es nützliche Tipps zu Gestaltungsmitteln und anderen Herangehensweisen.
  • Datenhandling - Hard- und Software
    • WBT Bilddigitalisierung
      Dieses Lernmodul bietet durch die Bearbeitung unterschiedlicher Aufgaben eine Einführung in die Thematik der Bilddigitalisierung. Den Anfang macht die Vermittlung der Basiskenntnisse zur Scannertechnik.

  • Übungspool zur Mediengestaltung
    Unter dem Motto "Fly and Dive" in der Karibik finden Sie hier zehn Module zur Ergänzung der praktischen Ausbildung. Zwei Module sind gebührenfrei.

Druck

  • WBT Prozess Standard Offsetdruck
    In sieben Kapiteln mit teils aufwändigen Animationen wird ein Überblick zum Thema ProzessStandard Offsetdruck gegeben. Das Modul umfasst ein umfangreiches Lexikon und ein Abschlusstest, um das erlangte Wissen zu testen.

Weiterverarbeitung

  • WBT Planschneider
    In verschiedenen Lektionen, Übungen und einem Lexikon erfährt der Benutzer des interaktiven Lernprogramms Grundlegendes im Umgang mit einem Planschneider. (gebührenfrei)
  • Video-Clips zur Druckverarbeitung
    132 Videos sind nach Themen sortiert, kurz beschrieben und verlinkt.

Management

  • WBT Projektmanagement in der Medienproduktion
    Das Web Based Training "Projektmanagement in der Medienproduktion" bietet einen umfassenden branchenspezifischen Einstieg in das Thema Projekte und Projektmanagement.
  • Online-Tests zu Projekt- und Kalkulationsmanagement
    Dieses Lernmodul bietet Übungsaufgaben zu den Themen Projektmanagement, Projektziele, Projekt-Strukturplan und Projektorganisation. Desweiteren wird in Vertiefungsaufgaben auf Planung, Controlling, Rechtemanagement, Kosten und Leistungen eingegangen.
  • WBT Kalkulation im Bogenoffsetdruck
    Bei diesem Lernmodul steht die Kalkulation von Druckerzeugnissen im Mittelpunkt. Dabei wird auf die Kalkulation im Offsetdruck und in der Weiterverarbeitung eingegangen. Gefolgt von Bogen- und Nutzenberechnungen und Papierberechnungen. Abschließend wird der Einkauf und Versand sowie Kalkulieren mit Branchensoftware erläutert.
  • WBT Betriebliches Rechnungswesen
    Die neun Lehreinheiten befassen sich mit den Aufgaben und Bereichen des Rechnungswesens. 

Kommunikation

  • Bewerbungstipps
    Eine gelungene Bewerbung ist der erste Schritt zu einer Praktikumsstelle, Ausbildungsplatz oder Festanstellung. Hier werden viele nützliche Tipps und Tricks verraten, wie man sich am besten selbst präsentiert. (gebührenfrei)
  • Das Angebot als Teil der Websitekonzeption (PDF)
    In wenigen Seiten wird erklärt, wie die Erstellung eines Angebots funktioniert. Es wird gezeigt auf welche Punkte man achten muss und welche Faktoren erfolgsentscheidend sein können.

Inhalte für Ausbilder/innen, Lehrer/innen und Trainer

  • Methoden einer handlungsorientierten Ausbildung
    Hier werden einige Methoden vorgestellt, die auch in Ausbilderseminaren von Anfang an eingesetzt werden sollten, um die »Ausbildung der Ausbilder« ebenfalls handlungsorientiert durchzuführen.
  • Lehrmittelpool
    Der Lehrmittelpool dient der Unterstützung von Lehrer/innen, die im Bereich Druck und Medien unterrichten. Es ist eine Sammlung von Präsentationen, Skripten und Aufgabenblätter.
  • Weitere Materialien finden Sie in unserer Trainercommunity.

 

 

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Tipps zur Logogestaltung

Ihr werdet euch sicherlich auch schon des öfteren gefragt haben, auf was es denn so bei der Gestaltung eines Logos, Signets oder einer Wortmarke ankommt.

Hier habe ich einige meiner Überlegungen dazu zusammengefasst:.

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Übereinstimmung von Logo und Produkt

Übereinstimmung von Logo und Produkt

Ist das Logo verständlich?
Hat es die richtige Anmutung?
Passt es stilistisch zum Produkt?


Diese Fragen muss man sich bei jedem Entwurf stellen. Denn ein Logo für einen Goldschmied, der feinen Schmuck mit Handarbeit herstellt, oder für einen Uhrmacher wäre mit großen, unförmigen und plumpen Formen verfehlt. Umgekehrt ein Logo für ein Umzugsunternehmen, wo angepackt wird, mit hauchdünnen Haarlinien zu gestalten, wäre ebenso unpassend.

Man sollte keine falschen Erwartungen durch das Logo schaffen. Ein Logo für ein Familienunternehmen mit zwei Mitarbeiter/innen, im Stile eines internationalen Konzerns mit Weltkugel oder Ähnlichem darzustellen, wäre ein solcher Fall.

Das Wichtigste ist jedoch, dass es zu keinen falschen Assoziationen kommen darf.
So können zwei miteinander verbunden Kreise, die das Logo einer Spedition darstellen sollen, sehr schnell von den Betrachter/innen als Brillengläser missverstanden werden, die für einen Optiker stehen könnten.

Ein Logo muss eindeutig und einprägsam sein.

Originalität

Originalität bzw. Differenzierung von anderen Logos

Für die Wiedererkennbarkeit und für den Faktor der Aufmerksamkeit ist eine deutliche Unterscheidung des Logos zu bereits vorhandenen wichtig. Durch eine originelle Gestaltung oder Gestaltungsidee muss man die Besonderheit des eigenen Logos herausstellen. Denn eine Verwechselbarkeit von Logos, unter Umständen noch von konkurrierenden Firmen, wäre fatal.

Formen und Farben

Formen und Farben

 

  • Formqualität
    Zunächst einmal, was selbstverständlich sein sollte, muss ein Logo auch technisch sauber realisiert sein. Ein klares und durchdachtes Konzept muss erkennbar sein. Überflüssige, nichtssagende Details wirken meist überladen. Gerade bei Logos gilt der altbekannte Spruch „Less is More“.

 

  • Aktualität
    Auch die Frage, ob ein Logo zeitlos erscheinen soll oder eher an einem aktuelllen Trend orientiert ist, spielt eine Rolle bei der Auswahl der Gestaltungsmittel und ihrer Anmutung.

 

  • Eine zentrale Bedeutung bei Logos haben die verwendeten Formen. Die Verbindungen von Grundformen wie Kreis, Quadrat und Dreieck schaffen die stärksten Kontraste. Auch Formen durch Vereinfachung von Zeichen oder Gegenständen, die mit dem Produkt in Verbindung gebracht werden, können der Formfindung bei der Logogestaltung als Inspiration dienen. Ähnlich wie Piktogramme.

 

  • Beachtet werden muss, dass die Wiedererkennbarkeit des Logos nicht zu sehr von Farben abhängt, da ein Logo auch in einer Schwarz/Weiß-Anzeige in einer Zeitung noch wirken und erkannt werden muss.

 

Reproduzierbarkeit

Reproduzierbarkeit

Auch die Erkennbarkeit und Reproduzierbarkeit in verschiedenen Formaten (von der Visitenkarte bis zum Large-Format-Plakat), auf unterschiedlichen Bedruckstoffen (Naturpapier, Büttenpapier, Folien, Bilderdruckpapier, Metall- oder Keramikgegenständen) bzw. mit verschiedenen Druckverfahren bzw. Ausgabemedien und ihren technischen Einschränkungen (Digitaldruck, Offsetdruck, Laserdrucker, Siebdruck, Fax, Kopierer, Screen) sollten bedacht werden.

Logos liegen in der Regel als Vektorgrafiken vor, was eine verlustfreie Skalierung für die verschiedenen Einsatzgebiete ermöglicht.

 

Bewerbungstipps

Aufgrund häufiger Nachfragen im Forum des ZFA zu Bewerbungen, Arbeitsproben, Lebenslauf etc. haben wir diese Tipps zusammengestellt. Falls wichtige Fragen vergessen wurden, so könnt ihr wie beim klassichen Wikipedia Beiträge ergänzen oder neue Aspekte beitragen.

Eine gelungene Bewerbung ist der erste Schritt zu einer Praktikumsstelle, Ausbildungsplatz oder Festanstellung.

 

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01. Wie bekomme ich Adressen von Firmen, an die ich meine Bewerbungen schicken möchte?

Das Einfachste liegt meist so nah. Ein Griff zu den »Gelben Seiten« und unter Werbeagentur, Druckerei, Verlag und/oder Grafik nachgeschaut, und schon findet man je nach Region dutzende bis hunderte Adressen. Als nächstes bieten sich vor allem die Wochenendausgaben der örtlichen Tageszeitungen an.

Auch die Institutionen Arbeitsagentur bzw. die örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHK) bieten teilweise sehr genaue Adresslisten von Firmen an, die bereits Interesse an Ausbildung gezeigt haben.

Und wenn ihr schon einmal im Internet seid, könnt ihr natürlich einfach mal ein paar Suchmaschinen »quälen«. Mit Suchbegriffen wie Werbeagentur, Grafikbüro, Druckerei, Internet-Agentur, Mediengestalter, Ausbildung, Name der Stadt bzw. Region und den verschiedenen Kombinationen (nutzt die Profi-Suche mittels der man nach mehreren Begriffen gleichzeitig suchen kann) lassen sich meist genügend Adressen ausfindig machen.

Zu guter Letzt gibt es mittlerweile eine Reihe von Online-Jobbörsen, die sich auf Praktika, Ausbildungsplätze und Jobs in der Medienbranche spezialisiert haben. Hier könnt ihr einerseits nach passenden Angeboten suchen. Anderseits gibt es bei vielen Jobbörsen die Möglichkeit, selbst und kostenlos Stellengesuche aufzugeben.

Ruft vor dem Abschicken eurer Bewerbung an und fragt nach ob überhaupt ausgebildet wird bzw. Stellen frei sind. Dies erspart euch unnötig viele Absagen und spart Geld!

Blindbewerbungen sind immer ein gewisses Risiko, ob sie nicht direkt in »Ablage P« – sprich in den Papierkorb fliegen. Denn teilweise bekommen die Agenturen dutzende Blindbewerbungen in der Woche, auch wenn keine freien Stellen ausgeschrieben sind. Man kann davon ausgehen, dass sich dann niemand genauer mit diesen Einsendungen beschäftigen wird.

 

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02. Was gehört alles zu einer richtigen Bewerbung?

Bei einer »klassischen« Bewerbung auf dem Postwege gehören folgende Bestandteile dazu:

  • das Anschreiben

  • Lebenslauf mit Foto

  • Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate, Arbeitsproben)

  • Die so genannte »dritte Seite« (als weitere Möglichkeit, sich vorzustellen)
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03. Wie verfasse ich das Anschreiben?

Vorab sind einige Formalitäten zu beachten, die euch bei einer erfolgreichen Bewerbung helfen werden.

  • Versucht, vorab in einem Telefongespräch eine/n direkte/n Ansprechpartner/in herauszufinden und sprecht diese/n direkt in eurem Anschreiben an.
     
  • Schreibt, als Empfänger nicht »Firma Pixelpark«, sondern »Pixelpark AG«, also die korrekte Unternehmensbezeichnung.
  • Als »Betreff« schreibt je nach eurem Anliegen. Das Wort »Betreff« schreibt man in der Regel nicht mehr hin:

»Bewerbung auf eine Ausbildungsstelle als Mediengestalter«

»Bewerbung auf Ihre Stellenanzeige in der Tageszeitung vom ...«

  • Auch so Kleinigkeiten wie Datum solltet ihr nicht vergessen. 
     
  • Auch die Einhaltung des Normbriefbogens zeigt Professionalität und erleichtert das Verschicken mit Fenster-Briefbögen. Normbriefbogen zum Download als PDF
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3.1 Der wichtige erste Satz

Es ist sicherlich nicht einfach, passende Formulierungen zu finden. Aber ganz falsch ist es, Bewerbungsanschreiben mit »Hiermit bewerbe ich mich...« anzufangen. Denn dass es sich um eine Bewerbung handelt, habt ihr ja bereits im Betreff angegeben.

Einige Möglichkeiten für eine elegante Eröffnung des Anschreibens:

  • »In Ihrer Anzeige vom ... suchten Sie ...«

  • »Sie beschreiben eine berufliche Aufgabe, die mich besonders interessiert«

  • »Ich beziehe mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Position als ...«

  • »Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen und möchte mich Ihnen als... vorstellen ...«

  • »Ich bin ... und habe mit großem Interesse gelesen, dass Sie einen ... suchen«

  • »Ich stelle mich Ihnen als .... vor und habe großes Interesse an...«

Begründet danach im folgenden Text, warum ihr euch um diese Stelle bewerbt. Bereits hier könnt ihr kurz (!) schreiben welche Fähigkeiten und Kenntnisse ihr in eine Ausbildung mitbringen könnt. 

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3.2. Der Schlusssatz

Nun braucht ihr noch einen guten Abschluss, der ist bekanntlich genau so wichtig wie der erste Satz. Als Minimum wollt ihr ja zu einem Vorstellungsgespräch oder Einstellungstest eingeladen werden.

Formulierungen wie diese können einen geeigneten Schluss darstellen: 

  • »Wenn ich Ihr Interesse geweckt haben sollte, würde ich mich über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freuen.« 
  • »Sollten Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zusagen, stehe ich Ihnen gerne zu einem Vorstellungsgespräch zur Verfügung.« 
  • »Sollten Sie nach Durchsicht meiner Unterlagen weitere Informationen bzw. ein erstes persönliches Gespräch wünschen, so stehe ich hierfür gerne zur Verfügung.« 
  • »Ich würde mich freuen, wenn Sie mich nach Prüfung der Unterlagen zu einem Vorstellungsgespräch einladen.« 
  • »Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch – vorab auch gerne telefonisch – zur Verfügung.«

Haltet euer Anschreiben kurz und prägnant, aber ohne etwas Wichtiges zu vergessen. Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein.

Eine/n Bekannte/n drüber schauen zu lassen ist auf jeden Fall sinnvoll, da man selbst irgendwann Fehler in Rechtschreibung und Ähnliches einfach nicht mehr erkennt. Auch Rechtschreibprogramme erkennen keine falsche Grammatik und unvollständige Sätze!

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04. Was gehört in einen Lebenslauf?

Auch wenn der erste Blick auf das Bewerbungsanschreiben fällt, ist viel entscheidender, wie der Lebenslauf mit Informationen über eure Person und über euren bisherigen Lebens- und Arbeitsweg aussieht.

Früher machte man einen simplen tabellarischen Lebenslauf, der wirklich alles enthielt, aber da rein chronologisch nicht wirklich übersichtlich ist. Bei einem modernen Lebenslauf arbeitet man mit Bausteinen, die ihr je nach Unternehmen, das ihr ansprechen wollt, bzw. speziell für eure eigene Situation anordnen bzw. auswählen könnt.

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4.1 Informationen zur Person

  • vollständiger Name

  • Geburtsdatum

  • Geburtsort

Abgaben zu Eltern, Geschwistern etc. kann man sich ab einem Alter von 18 Jahren sparen

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4.2 Beruflicher Werdegang

Bei den Angaben zum beruflichen Werdegang gehören Angaben über Ausbildungen sowie bisherige Beschäftigungen dazu.

Doch schreibt nicht nur »von wann bis wann und wo« ihr gearbeitet habt. Auch kurze Angaben, in welcher Abteilung ihr gearbeitet habt bzw. welche Arbeiten ihr dort verrichtet habt, solltet ihr anbringen. So kann die/der »Entscheider/in« sich ein besseres Bild eurer bisherigen praktischen Erfahrungen machen.

Bei der chronologischen Reihenfolge der Angaben zum beruflichen Werdegang gibt es zwei Möglichkeiten. Normalerweise beginnt man mit der ersten Anstellung und geht dann chronologisch aufsteigend vor.

Besser ist es jedoch, wenn man mit der letzten Beschäftigung beginnt und dann die vorausgegangenen beschreibt. Somit habt ihr die aktuellste Angabe an erster Stelle. Diese Vorgehensweise eignet sich vor allem, wenn ihr bereits einige Stationen in eurem Berufsleben durchgemacht habt, damit die/der »Entscheider/in« gleich auf den ersten Blick die aktuellste Beschäftigung sieht.

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4.3 Schulische Laufbahn/Studium

Bei einem modernen Lebenslauf benötigt ihr keine Angaben über Schulwechsel der gleichen Schulform, z.B. Wechsel des Gymnasiums wegen Umzug.

Allgemeine Bezeichnungen der Schulform wie Grundschule mit Angabe der Dauer genügen vollends. Habt ihr z.B. eine Fachoberschule besucht, so solltet ihr, sofern es Bedeutung für eure Bewerbung hat, die Fachrichtung mit angeben. Z.B. Besuch der Fachoberschule Gestaltung bzw. Design.

Noten von Abschlusszeugnissen, Abitur bzw. Gesellen- und Meisterbriefen solltet ihr nur angeben, wenn die Note bzw. der Notendurchschnitt besser als eine 3 ist.

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4.4 Praktische Erfahrungen

Zu den praktischen Erfahrungen gehören Praktika, freie Projekte oder Ähnliches. Wenn ihr eure Erfahrungen diesbezüglich nochmals hervorheben wollt, könnt ihr einen gesonderten Baustein einschieben. Wenn ihr auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz seid, sind vorherige Praktika immer ein Türöffner für die Vorstellungsgespräche.

Bei der Angabe der Praktika solltet ihr bereits im Lebenslauf schreiben, was ihr während dieser Zeit getan habt.

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4.5 Weitere Kenntnisse

Eure fachlichen Kenntnisse sind neben Schulabschluss und beruflicher Erfahrung besonders wichtig. Hier solltet ihr diese auch entsprechend in einem Baustein gesondert hervorheben, insbesondere wenn ihr euch für eine Ausbildungsstelle oder ein Praktikum bewerbt.

Hier könnt ihr eure Sprachkenntnisse, Erfahrungen mit Bildbearbeitungs-, Grafik-, und/oder Layoutprogrammen (gebt hier auch immer die Versionsnummer der jeweiligen Software an) sowie weitere für die Medienbranche interessante Kenntnisse wie etwa Fotografie angeben.

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4.6 Hobbys und Sonstiges

Die Angaben zu den Hobbys sind nicht so unwichtig, wie es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag. Hobbys charakterisieren die Persönlichkeit.

Als positiv werden sportliche Aktivitäten eingeschätzt. Doch auch hier gibt es zwei Seiten einer Medaille. Sportliche Aktivität steht für körperliche Fitness, Mannschaftssportarten geben Auskunft über eine mögliche Teamfähigkeit. Doch besteht andererseits bei bestimmten Sportarten und Leistungssport im allgemeinen eine sehr hohe Verletzungsgefahr und somit ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Wägt eure Formulierung daraufhin ab.

Neben der sportlichen Aktivität wird soziales Engagement ebenfalls positiv eingeschätzt. Es weist den/die »Entscheider/in« auf eure Fähigkeiten im Umgang mit Menschen, sprich späteren Arbeitskolleg/innen, hin. Allerdings solltet ihr euer mögliches Engagement in einer politischen Partei oder in einer Gewerkschaft nicht erwähnen.

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4.7 Das Bewerbungsfoto

Während man früher einfach ein Foto mit einer Büroklammer befestigte, bekommt das Foto in einem modernen Lebenslauf eine angemessene Präsentation.

Vor den Lebenslauf kommt ein Extrablatt mit eurem Bild, einem so genannten »Betreff« sowie Unterschrift, Name und Anschrift. Das Wort »Betreff« selbst wird nicht mehr verwendet. Aber trotzdem solltet ihr auf diesem »Deckblatt« euer Anliegen formulieren.

Z.B. »Bewerbung auf eine Ausbildungsstelle als Mediengestalter für Digital- und Printmedien«

Das Foto sollte ansprechend sein. Darum solltet ihr auch das Geld für gute Profiaufnahmen von einem Fotografen oder einer Fotografin ausgeben und keine Privatfotos oder erst recht keine Fotos aus dem Automaten verwenden. Sorgt dafür, dass ihr bei den Aufnahmen ausgeruht ausseht sowie berufsbezogene Kleidung tragt. Trotzdem kann man mit dem Foto als Eye-Catcher arbeiten. Verwendet vielleicht ein ungewöhnliches Format, z.B. quadratisch. Die Größe sollte aber in keinem Falle Postkartenformat (DIN A6) überschreiten.

Falls ihr kein Originalfoto einkleben wollt, so sorgt dafür dass das Foto so bearbeitet wird, ass es im Ausdruck gut ausieht. Also nicht zu hell, zu dunkel und keine Farbstiche. Auch an der Druckqualität solltet ihr nicht sparen.

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05. Was tun bei zeitlichen Lücken im Lebenslauf?

Vor allem für Menschen aus der beruflichen Weiterbildung ist es manchmal recht schwierig, bestimmte Lücken im Lebenslauf so zu formulieren, dass mögliche Entscheider/innen nicht gleich zu Beginn abgeschreckt werden.

Hier solltet ihr euch überlegen, wie ihr eure Tätigkeit in Zeiten ohne konkrete Anstellungen/Jobs so »verkauft«, dass dadurch für diejenigen, die eure Bewerbungsunterlagen durchschauen, einen Zusatznutzen in Aussicht gestellt wird.

So kann man einen mehrjährigen Aufenthalt in einer Landkommune in England als Aufhänger für fließendes Englisch in Wort und Schrift, Teamfähigkeit und Organisationstalent deuten.

Manche Agenturen sehen in ungewöhnlichen Lebensläufen sogar eine Chance für Kreativpotenzial, da diese Leute auch mal über den Tellerand schauen. Caro Frank, Personalleiterin von »Heimat« Werbeagentur aus Berlin hierzu:

»Wir finden auch Leute mit schrägen Lebensläufen interessant, weil die meist nicht in Formaten denken.« (PAGE 5/2002)

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06. Was bringt eine sogenannte »dritte Seite«?

Die so genannte »dritte Seite« ist eine relative Neuheit in der Literatur zu Bewerbungsschreiben. Sie ist kein Muss, sondern eine mögliche Erweiterung.

Da der Lebenslauf in der Regel eher in Stichworten verfasst wird, ist diese »dritte Seite« ein Hinweis auf euren Schreibstil und die Fähigkeit sich auszudrücken.

Auf einer solchen Seite könnt ihr nochmals eure Qualitäten präsentieren. Insbesondere die so genannten Schlüsselqualifikationen finden darin ihren Platz. Stellt eure Kompetenzen, die für den Beruf wichtig sein könnten, vor. Aber bleibt dabei auf dem Teppich und greift etwa zwei bis drei dieser Kompetenzen heraus.

Kompetenzen, die für Berufe in der Medienbranche interessant sein können:

  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Bereitschaft, sich weiterzubilden
  • Zuverlässigkeit
  • Initiativfreudigkeit
  • Flexibilität
  • Kreativität
  • Genauigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  
  • Zielstrebigkeit
  • Lernfähigkeit
  • Präsentationsfähigkeit
  • Rhetorik
  • Kritikfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Selbständigkeit
  • Ehrgeiz
  • Belastbarkeit

Beispiel-Formulierungen

Ziel dieser »dritten Seite« ist es, den Nutzen, den man für das Unternehmen bringen kann, nochmals herauszustellen. Einige Beispiele für mögliche Formulierungen einer so genannten »dritte Seite«:

  • »Was Sie sonst noch über mich wissen sollten.«
  • »Ich arbeite gerne und gut mit anderen Mitarbeiter/innen in Teams zusammen, dabei kann ich auch meine organisatorischen Erfahrungen aus der Arbeitsvorbereitung mit einbringen.«
  • »Bereits in der Schulzeit war ich in der Schülermitverwaltung verantwortlich für die Organisation von Diskussionsveranstaltungen.«
  • »Seit meiner Ausbildung arbeite ich selbstständig und bin bemüht, ständig die neusten technischen Entwicklungen der Medienbranche zu beobachten und zu erlernen.«
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07. Wie gestalte ich eine Bewerbung als Mediengestalter/in?

Wenn ihr euch für eine Stelle in der Medienbranche bewerbt, sollte eure Bewerbung ansprechend gestaltet sein, gleich ob es sich um eine Stelle im Bereich Kreation oder Technik handelt. 

  • Ihr solltet bestehende Gestaltungsgrundlagen bei aller Kreativität nicht über den Haufen werfen oder ein Zuviel an Kreativität bzw. noch schlimmer: falsch verstandene »Kreativität« an den Tag legen. 
  • Zu einer guten Gestaltung gehören gut strukturierte und gegliederte Texte. 
  • Bei der Anschreibengestaltung gelten die Satzregeln aus dem Duden bzw. die der DIN 5008.
    Online findet ihr diese Angaben auch beim Projekt TippTipps der FH Bielefeld.
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7.1 Schriftwahl

Die Schrift transportiert einerseits Informationen aber auch immer Emotionen bzw. schafft durch Buchstabenformen, Proportionen etc. bestimmte Assoziationen

Allgemein gilt:

  • Die Schrift sollte auf grund ihrer guten Lesbarkeit ausgewählt werden. Das müssen keineswegs zwangsläufig Serifenschriften sein.
  • Die verwendeten Schriften sollten also keine »überdrehten« Headline-Schriften sein. Das hat nämlich nicht zwangsläufig etwas mit kreativ zu tun. Eine Bewerbung, insbesondere das Anschreiben vermittelt in erster Linie die Informationen eurer Anfrage und soll euch als professionellen Bewerber kennzeichnen.

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7.2 Texthervorhebungen

Hervorhebungen sind immer eine Quelle für typografische Fehler: 

  • Zunächst solltet ihr nie den gesamten Text in Großbuchstaben (Versalien) oder Kapitälchen setzen.
  • Unterstrichene, farbliche Hervorhebungen oder gar in einer anderen Schrift solltet ihr unterlassen.

/Thematischer Zugang/Kommunikation/Bewerbungstipps/Grafiken/schlechtehervor

  • Im Grunde gibt es zwei Arten der Hervorhebung mit denen ihr auf der sicheren Seite seid. Die dezente Art in Form von kursiv oder etwas direktere Art mit Halbfett (bold)

 /Thematischer Zugang/Kommunikation/Bewerbungstipps/Grafiken/hervorbetter1

/Thematischer Zugang/Kommunikation/Bewerbungstipps/Grafiken/hervorbetter2

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7.3 Gestaltungselemente

Sachlich klare und saubere Gestaltung ist mehr angesagt als spielerisches Herumexperimentieren.

Wovon ihr die Finger lassen solltet: 

  • Verwendet nicht die Farbsymbolik von CMYK oder RGB. Dies ist längst ein alter Hut und vom Gestaltungsansatz her abgeschmackt. 
  • Auch der Einbau von Elementen aus der Software wie Werkzeugpaletten oder die Ordnerbaumstruktur des Betriebssystems sind in keiner Weise innovativ. 
  • Auch die Verwendung von Farbverläufen oder vorgefertigten Cliparts sollte man tunlichst vermeiden, da sie nicht für gute Gestaltung stehen.

  /Thematischer Zugang/Kommunikation/Bewerbungstipps/Grafiken/verlaufbad

/Thematischer Zugang/Kommunikation/Bewerbungstipps/Grafiken/programme

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08. Welchen Sinn macht eine Online-Bewerbung und wie baue ich sie auf?

Neben der klassischen Bewerbung, die per Post verschickt wird, haben sich mittlerweile fast überall auch die Möglichkeit einer Bewerbung per E-Mail (mit Dokumentenanhang) oder eine Bewerbungs-Homepage/E-Portfolios etabliert Aber auch hier gilt, dass eine Blindbewerbung meist untergeht und schnell gelöscht ist.

Aber gerade eine Kombination von klassischem Anschreiben oder E-Mail-Bewerbung und Bewerbungs-Homepage ist sinnvoll. 

Was ihr bei E-Mail-Bewerbungen und Bewerbungs-Homepages auf jeden Fall beachten solltet, haben wir hier kurz zusammengestellt.

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8.1 E-Mail-Bewerbung

Grundsätzlich solltet ihr eine E-Mail-Bewerbung nur dann wählen, wenn ausdrücklich erwünscht ist. Schickt eure E-Mail-Bewerbung nur an Mail-Adressen, die für Bewerbungen vorgesehen sind (falls vorhanden), und nicht an »info@firma.com«.  

Versucht, euch auf konkrete Stellenauschreibungen zu beziehen.
Zum Beispiel: »Ich habe in der Jobbörse XY Ihr Stellenangebot gesehen und möchte mich Ihnen diesbezüglich vorstellen.«

Die Vorgaben für Bewerbungen auf dem Postwege gelten im Grunde ebenso für E-Mail-Bewerbungen:

  • Serienmails sind ebenso wie Serienbriefe absolut unerwünscht. Auch hier gilt, schreibt die E-Mail-Bewerbung so konkret auf die angeschrieben Firma zugeschnitten wie möglich. Hierfür sind Erkundigungen über die Firma im Vorfeld sehr sinnvoll. 
  • Das Anschreiben solltet ihr direkt in die Mail packen und nicht als Datei anhängen. Dies erspart dem/der »Entscheider/in« Zeit und erhöht eure Chancen, in die nähere Wahl zu gelangen.
  • Keine unaufgeforderte Sendung von übergroßen Datenmengen
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8.2 Bewerbung-Homepage

Eine Bewerbungshomepage bzw. E-Portfolio macht nicht nur für Webdesigner Sinn, sondern zeigt auch die Medienkompetenz von Printlern ud ist eine kostengünstige Möglichkeit sich zu präsentieren.

  • Positioniert den Lebenslauf an gut erkennbarer Stelle. Der Lebenslauf sollte auch ausdruckbar sein. 
  • Sorgt dafür, dass eure Website eine reine Bewerbungssite ist, also keine Urlaubsfotos, Vereinsnachrichten oder MP3s auf der Website. 
  • Um eure Zeugnisse und Zertifikate zu präsentieren, eignet es sich, die Ergebnisse, Noten etc. erstmal im normalen Text der Website anzugeben und für diejenigen, die sich für das »Original« interessieren, diese Materialien zusätzlich anzubieten.  
  • Wenn ihr auf Homepages als Arbeitsproben verweist, so gebt nicht nur den Link, sondern auch einen verkleinerten Screenshot (Thumbnail) an. 
  • Eure Website sollte vor allem gut strukturiert und übersichtlich sein.
  • Optimiert eure Bewerbungs-Website für alle gängigen Browsertypen.
  • Wenn nun alles steht, benötigt ihr einen werbefreien Webspace.
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09. Die Sache mit den Anlagen und Arbeitsproben

Was fällt alles unter die Kategorie Anlagen? Zeugnisse sind klar, aber was sind weitere Unterlagen, die eure Bewerbung unterstützen.

  • Abschlusszeugnis
  • Facharbeiter-, Meister- oder Technikerbrief
  • Diplome
  • Zertifikate von Weiterbildungsmaßnahmen, Schulungen
  • schriftliche Referenzen von Fachpersonen (gibt es heute nicht mehr so häufig)
  • Arbeitszeugnisse
  • Arbeitsproben 

Legt den Schwerpunkt der Anlagen auf Aktualität und Aussagekraft der Zeugnisse. Das bedeutet, wenn ihr z.B. einen Realschulabschluss habt und dann später eine Fachoberschule besucht habt, so genügt euer Abgangszeugnis von der Fachoberschule. 

Man schickt nie die Originale mit, sondern fertigt gut lesbare und saubere Kopien an.

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9.1 Arbeitsproben

Arbeitsproben sind in erster Linie für Ausbildungen oder Jobs im Bereich Mediendesign gefragt. Was Arbeitsproben betrifft, sollte man grundsätzlich unterscheiden zwischen denjenigen, die man bei der Bewerbung mitschickt und der Bewerbungsmappe, die man erst beim Vorstellungsgespräch mitnimmt. 

Bei Bewerbungen mitschicken sollte man nicht mehr als drei bis vier DIN A4-Blätter mit Arbeitsproben (oder eine CD-ROM). Diese sollen nur einen ersten Einblick geben. Dies ist kein Ersatz für eine Bewerbungsmappe, die ihr dann bei einem möglichen Vorstellungsgespräch mitbringt und vorstellt. 

Was nun genau als Arbeitsproben geeignet ist, ist ohne Kenntnis der vorliegenden Arbeiten schwer zu sagen. Prinzipiell kommen Zeichnungen, Collagen, Flyer, Logo-Entwürfe, Websites, Plakate, Fotografien etc. in Frage. Für Bewerbungen im Bereich Bildbearbeitung sind aufwändige Freisteller und Bildmontagen eine Möglichkeit.

Gut ist, wenn man Entwicklungen von Arbeiten dokumentieren kann. Von Skribbles bis zum Endprodukt oder eine zusammenhängende Arbeit von Logo, Flyer, Visitenkarte. 

Man sollte bei der Auswahl von Arbeitsproben wenn möglich auch das Urteil von Menschen aus der Branche einholen.  Aus rechtlichen Gründen darf man in der Regel (d.h. ohne schriftliche Freigabe) keine Arbeiten beilegen, die man für Unternehmen gestaltet hat oder interne Daten enthalten wie Bilanzen enthalten. 

Zum Abschluss und als Anstoß zur Überprüfung eurer ausgesuchten Arbeitsproben möchte ich eine Stelle aus dem Magazin »Boxhorn«, einem Semesterprojekt von Student/innen der FH Aachen vorstellen. Auch wenn dieser Text von Prof. Klaus Mohr über die Situation bei Aufnahmetests an Fachhochschulen für Gestaltung geschrieben wurde, könnt ihr euch auch für die eigene Bewerbungsmappe einige Anstöße herausziehen.

»Wie kommt eigentlich die Fehlinformation in die Köpfe, visuelle Kommunikation hätte irgendwie etwas mit Malen und Basteln zu tun? Wer es noch nicht selbst erlebt hat, wird es kaum glauben: junge Leute, die keinen vollständigen Satz sprechen können, die kein Buch gelesen, keinen Film gesehen, nichts und niemanden aus dem Bereich Design benennen können (doch - einer kannte Colani), die gar nicht wissen, was ein Grafikdesigner ist oder macht, bewerben sich um genau dieses Studium und präsentieren Kinderbildchen, das durchgepauste Paßbild der Freundin, eine ach so lustige Collage zu Papis Firmenjubiläum usw. Alles grottenschlecht, geschmacklos, unsensibel, phantasielos. Oder (fast noch schlimmer) fehlgeleitet durch Vorbereitungskurse im Stil der 50er Jahre: Eine Sandale in Bleistift, eine Sandale in Kohle, eine Sandale in Aquarell oder ein Schraubendreher in Kohle ... 

Wir wollen das Individuum kennen lernen. Denken, Phantasieren, Zuhören, Sehen, Begreifen, Geschichten erzählen, die Welt, in der wir heute leben, wahrnehmen, Ideen formulieren und darstellen - einiges davon sollte schon erkennbar sein. (...) Verstehen, Planen und Entwerfen, Probleme erkennen und lösen, darum geht es.«
(boxhorn No. 3, Prof Klaus Mohr)

Literaturtipp

Designportfolios – Von der klassischen Mappe zur interaktiven Präsentation


 

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10. Checkliste

Nach all den ausführlichen Informationen haben wir hier nochmal eine Checkliste zusammengestellt, die euch helfen kann eure Bewerbungsunterlagen nochmals zu prüfen.

Adressen suchen:

  • Gelbe Seiten
  • Arbeitsamt
  • IHKs
  • Online-Jobbörsen
  • Internet

 Bestandteile einer Bewerbung:

  • das Anschreiben
  • Lebenslauf mit Foto
  • Anlagen (Zeugnisse, Zertifikate, Arbeitsproben)
  • Die so genannte »dritte Seite« (als weitere Möglichkeit, sich vorzustellen)

 Das Anschreiben:

  • Ansprechpartner/in herausfinden und ansprechen
  • bei Empfängeradresse korrekte Firmenbezeichnung
  • Betreff
  • Datum
  • Einhaltung des Normbriefbogens
  • Der erste Satz ist enttscheidend, achtet auf angemessene Formulierung
  • Schlusssatz ebenso wichtig wie erster Satz
  • Anschreiben kurz und prägnant

  Angaben im Lebenslauf:

  • Angaben zur Person
  • beruflicher Werdegang
  • Schule/Studium
  • praktische Erfahrungen
  • weitere Kenntnisse
  • Hobbys & Sonstiges
  • Foto

Die so genannte dritte Seite:

  • Schlüsselqualifikationen angeben

Gestaltung der Bewerbung:

  • Gestaltungsgrundlagen einhalten 
  • gut strukturierte und gegliederte Texte
  • Satzregeln aus Duden bzw. DIN 5008 einhalten
  • seriöse und gute lesbare Schrift verwenden
  • dezente Texthervorhebungen
  • keine platten Gestaltungselemente, Farbverläufe, Cliparts verwenden 

Online-Bewerbungen:

  • Kombination von klassischem Anschreiben und Bewerbungs-Homepage bzw. Bewerbungs-CD-ROM
  • Bewerbungs-E-Mail nur wenn ausdrücklich erwünscht
  • Datenmenge beachten
  • Dateianhänge nur in plattformunabhängigen Formaten
  • Website für alle Browser optimieren
  • keine super aktuellen PlugIns beim User voraussetzen

Anlagen: 

  • Abschlusszeugnis
  • Facharbeiter-, Meister- oder Technikerbrief
  • Diplome
  • Zertifikate von Weiterbildungsmaßnahmen, Schulungen
  • schriftliche Referenzen von Fachpersonen (gibt es heute nicht mehr so häufig)
  • Arbeitszeugnisse
  • Arbeitsproben

Arbeitsproben:

  • Arbeitsproben können Sein:
    • Zeichnungen,
    • Collagen
    •  Flyer
    •  Logo-Entwürfe
    •  Websites
    •  Plakate
    •  Fotografien
    • aufwendige Freisteller
    • Bildmontagen
  • 3-4 DIN A4-Blätter als Arbeitsproben mitschicken
  • nur die besten Arbeiten aussuchen

11. Arbeitszeugnisse

Arbeitszeugnisse nehmen einen wichtigen Raum bei der Bewerbung um eine neue Stelle ein. Sie dokumentieren die bisherige Tätigkeit und geben ggf. Auskunft über Leistung und Verhalten am Arbeitsplatz. Ihr Inhalt und auch die Formulierung kann entscheidend für die Zu- oder Absage sein.
 
Arbeitszeugnisse dürfen keine offensichtlich negativen Sätze enthalten wie »Herr XY hat durchweg schlechte Leistungen erbracht.« Dies wird statt dessen durch eine harmlos klingende Formulierung wie »Herr XY hat seine Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen versucht« ausgedrückt.
 
 
 

Brainstorming und Gestaltungsmittel

Inhaltsverzeichnis

Hier habe ich einige Tipps und Arten der Herangehensweise an ein Gestaltungsprojekt zusammengestellt. Gleich ob für Print oder Web, für eine Visitenkarte oder eine umfangreiches Corporate Design. Bestimmte Überlegungen zur Umsetzung des Gestaltungsthemas sollte man sich immer wieder stellen.

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Brainstorming

Brainstorming

Wie oft habt ihr das schon gehört:
»Dann machen Sie doch erst mal ein Brainstorming.«

Doch wie geht man am besten ran, was tun wenn man schon alles zehn mal durchdacht hat und einem trotzdem nichts einfällt?

Wichtig ist es zunächst mal, ein ausführliches Brainstorming zu machen. Ihr setzt euch zunächst mal allein oder im Team hin und fragt euch: 

  •     Was soll dargestellt werden?
  •     Wer soll angesprochen werden?
  •     Was sind die zentralen Inhalte des Produktes bzw. der Dienstleistung?
  •     In welchem Rahmen soll das Produkt wirken (Außenplakat in DIN A0 oder Visitenkarte)?

Wenn ihr der Meinung seid, dass ihr alle gängigen Fragen durchhabt, so geht doch auch mal etwas von ein anderen Seite heran, auch wenn es zunächst komisch wirkt.

Fragt euch doch mal wie schmeckt, riecht oder sieht ein bestimmtes Produkt aus, wie fühlt es sich an, welche Farbe hat es oder Ähnliches.

Diese Herangehensweise gibt euch oft nochmal eine Menge unkonventioneller Ideen zur Gestaltung.

Gestaltungsmittel

Gestaltungsmittel

Wenn ihr das Brainstorming gründlich durchgeführt habt, so denkt noch mal alle möglichen Gestaltungsmittel durch. Welche Gestaltungmittel können das Produkt oder die Dienstleistung am effektivsten beschreiben und somit bewerben.

Gestaltungsmittel: 

  • Übersichtlichkeit contra Chaos (Klarheit durch gezielte Blickführung oder eben Bewegung und Hektik durch eine verwwirrende Blickführung)
  • Ordnung durch Linienführung (auch virtuelle Linien)
  • Vereinfachung (Abstraktion aufs Wesentliche)
  • Einheitlichkeit der Gestaltungselemente
  • Spannung contra Ruhe
  • Kontraste durch unterschiedliche Ausdehnung, Linien, Flächen, Richtung, Bewegung, Farbe, Motiv und Anmutung (Wirkung der Gesamtheit)
  • Wecken von Assoziationen (abhängig von der Zielgruppe) durch Farbkombination, Motiv, Formen etc.

Wenn ihr nach dem Brainstorming und dem Durchgehen der Gestaltungsmittel immer noch nicht so recht wisst wie ihr an die Gestaltung herangehen sollt, helfen euch folgende Herangehensweisen oder auch verschiedene Kombinationen vielleicht weiter.

weitere Herangehensweisen

Weitere Herangehensweise bei der Umsetzung des Gestaltungsthemas


Wenn ihr nach dem Brainstorming und dem Durchgehen der Gestaltungsmittel immer noch nicht so recht wisst wie ihr an die Gestaltung herangehen sollt, helfen euch folgende Herangehensweisen oder auch verschiedene Kombinationen vielleicht weiter.

»Gedankliche« Umsetzung des Themas:
 

  • Stellt das Thema auch mal von einer scheinbar absurden Seite dar oder stellt es in die Negation.
  • Man kann auch ein Detail eines Photos, eine Grafik oder Ähnliches groß aufblasen und so Neugier bei den Betrachtern wecken.
  • Oder man macht genau das umgekehrte und stellt das Gesamtprodukt als Miniatur dar oder stellt es gar als eine Art »Tapete« als ein Muster in den Hintergrund.
  • Stellt eine Symbolfigur/Character für das Thema oder Produkt in den Vordergrund.
  • Stellt doch auch mal scheinbar absurde Zusammenhänge dar.


»Handwerkliche« Umsetzung des Themas:
 

  • Fotografische Darstellung
  • Illustration (Freihand-, Pixel- oder Vektorillustration)
  • Abstrakte Grafik
  • Typografische Darstellung
  • Papier (besondere Feinpapiere, Ausstanzungen, Blindprägungen etc.)

 

Der Planschneider - ein interaktives Lernprogramm

/Thematischer Zugang/Druckform - Druck - Datenausgabe/Druckweiterverarbeitung/planschneider.jpg  

Entstanden ist dieses Projekt in einer engen Zusammenarbeit zwischen Polar-Mohr und dem Bundesverband Druck & Medien bvdm. Es wird von Polar-Mohr kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

In verschiedenen Lektionen, Übungen und einem Lexikon erfährt der Benutzer des interaktiven Lernprogramms Grundlegendes im Umgang mit einem Planschneider.

Besonders interessant ist das Lernprogramm für Einsteiger in das Thema Schneiden. Hierzu zählen neben neuen Maschinenbedienern gerade auch Schüler und Auszubildende.

Auf einfache und sehr praxisnahe Art werden lektionsweise Inhalte zu den Themen

  • Planschneider
  • Peripherie
  • Vernetzung und
  • Schneidgutformate

vermittelt.

In zwei Übungsblöcken können Schnittfolgen festgelegt und Schneidprogramme erstellt werden, in einem Lexikon werden einfache Standardbegriffe erklärt.

Durch Anklicken des nachfolgenden Links gelangen Sie zum Interaktiven Lernprogramm. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und optimale Lernerfolge!

Planschneider-Lernprogramm öffnen

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Farben und Farbgestaltung

Farben und Farbgestaltung

 
Lernmodul Farbentheorie und Farbgestaltung von Ingrid Crüger


Mit freundlicher Genehmigung der Autorin und des Fraunhofer Instituts für integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI), Darmstadt.

© 2002 Ingrid Crüger, Fraunhofer IPSI

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Lehrmittelpool

Der Lehrmittelpool dient der Unterstützung von Lehrer/innen, die im Bereich Druck und Medien unterrichten. Neue Materialien sind jederzeit herzlich willkommen und können direkt an info@mediencommunity.de geschickt werden.

Präsentationen

Präsentation zu PDF (PowerPoint, 295 KB, 7 animierte Folien)  Autor: Wilfried Kusterka

Ausschießen und Druckweiterverarbeitung (PDF, 517 KB, 45 Folien)
Autorin: Claudia Mönnig

Skripte

PDF-Schulung (PDF, 633 KB,  17 Seiten) Autor: Wilfried Kusterka

Aufgabenblätter

Aufgabenblätter zu Farbmetrik (PDF, 127 KB, 12 Seiten) Autor: Wilfried Kusterka 

Aufgabenblätter zu PDF (PDF,  38KB, 4 Seiten)  Autor: Wilfried Kusterka

Aufgaben zu Ausschießen und Druckweiterverarbeitung
(QuarkXPress oder PDF, 4 Seiten) Autorin: Claudia Mönnig

Aufgaben zur Lab-Berechnung  Autor: Hubert Jasper

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Methoden einer handlungsorientierten Ausbildung

Einführung in Methoden einer handlungsorientierten Ausbildung

Nicht jeder Ausbilder kennt alle diese Methoden, und nicht jeder Dozent in Ausbilderseminaren ist in jeder Anwendung geübt. Nur stets ein und dieselbe Methode anwenden, wirkt auf Dauer monoton und ermüdet die Auszubildenden in ihrer Aufmerksamkeit.

Deshalb sind hier einige Methoden vorgestellt, die auch in Ausbilderseminaren von Anfang an eingesetzt werden sollten, um die »Ausbildung der Ausbilder« ebenfalls handlungsorientiert durchzuführen. Original-Textstellen aus dem Ausbildungsrahmenplan bringen dabei den Bezug zur Praxis ein.

 

Allgemeine Hinweise zur handlungsorientierte Ausbildung

Seit der Schaffung des Berufsbildes Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien (1998) ist ein handlungsorientierter Qualifikationsbegriff, nämlich die Befähigung zum selbständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren von Arbeitstätigkeiten, in die Ausbildungsordnung aufgenommen worden. Das hat dazu geführt, dass ebenfalls handlungsorientierte Lehrgangskonzepte für die Ausbildung der Ausbilder entwickelt wurden, um die Voraussetzungen für eine handlungsorientierte Berufsausbildung zu schaffen.

Eine handlungsorientierte Berufsausbildung soll die Aktivität des Lernenden fördern. Dazu erhält der Ausbilder in den sieben definierten Handlungsfeldern gemäß Ausbildereignungs-Verordnung (AEVO) zahlreiche Hinweise. Besonders hervorgehoben werden die Methoden:

Deduktives und Induktives Vorgehen

Diese Gegenüberstellung macht zugleich die Unterscheidung zwischen deduktivem und induktivem Vorgehen deutlich. Deduktiv bedeutet, das Allgemeine (Gesetz, Regel) beim speziellen Fall anwenden. Induktiv bezeichnet umgekehrt, von Einzelfällen her zu einer Regel, einer Gesetzmäßigkeit gelangen. 

  • Deduktiv: Er nennt zunächst die Gestaltungsgrundsätze und zeigt einige Beispiele von Printprodukten aus denen die Notwendigkeit von Gestaltungsgrundsätzen ersichtlich wird.
  • Induktiv: Er lässt drei Auszubildende an einer Wandtafel vorbereitete Elemente zur Gestaltung eines Flyers anordnen und das Ergebnis durch die Auszubildenden begründen.

Kompetenzen von Aus- und Weiterbildnern

Vor diesem Hintergrund verändern sich die Anforderungen an die Kompetenzen von Ausbildern.Während früher die Vermittlung von reinem Fachwissen wichtigste Aufgabe für Ausbilder war, stehen heute unter anderem Beratungsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und didaktische Kompetenzen im Vordergrund.

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Kurzvortrag

Kurzvortrag

  • Nutzung: Einführung in ein unbekanntes Thema
  • Kennzeichen: Freies Sprechen statt Ablesen, Einschub einer Demonstration, Nutzung von Tafelanschrieb oder Overhead-Projektor, Zulassung von Zwischenfragen, Stimme aufgelockert statt eintönig sind einige Anregungen für einen zum Zuhören motivierenden Kurzvortrag.

Einstieg nicht als starr erscheinende Theorie:
"Das Berufsbildungsgesetz bestimmt im § 10 zum Vergütungsanspruch des Auszubildenden, dass ...",

sondern Einstieg mit lebensnahem Beispiel:
"Gestern zeigten mir Franz (1. Ausbildungsjahr, 16 Jahre alt) und Willi (2. Ausbildungsjahr, 22 Jahre alt) ihre Benachrichtigungen über die Vergütung für den vorigen Monat und fragten mich, ob ...".

Auch ein Vortrag, der nur ein Kurzvortrag ist, verliert sich ohne klare Gliederung in bloße Plauderei. Abgrenzung in Einleitung, Hauptteil und Schluss sind notwendig. Für den Hauptteil empfiehlt sich ein beziffertes Vorgehen: "Ich berichte über 1. ..., 2. ..., 3. ...".

 

Beispiel

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan 
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998
(BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes (§ 4 Abs. 1 Nr. 2)

  1. Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
  2. Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes, wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
  3. Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen

Zu jedem Punkt fragt der Ausbilder die Auszubildenden nach Beispielen, um sie aktiv zu beteiligen.

Am Schluss erfolgt eine wiederholende Zusammenfassung in Stichworten: "Was also haben Sie jetzt gelernt? Die Stichworte sind ...".

Im Sinne der Aktivitätsverschiebung ist es sinnvoll dem Auszubildenden das Halten des Kurzreferates zu übertragen. In diesem Fall sollte doch er selbst die Zusammenfassung geben.

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Lehrgespräch

Lehrgespräch

  • Nutzung: Lernlücken! Der Ausbilder erkennt, dass die Auszubildenden an einer bestimmten Stelle nicht recht vorankommen. Deshalb ruft er sie zu einem Lehrgespräch zusammen
  • Kennzeichen: Ein Lehrgespräch bildet meist eine Zwischenstation im Ausbildungsfortgang. Alle sind an einem Tisch (inkl. Computer) versammelt, auf dem der Ausbilder zur Vorbereitung einige Kopien aus einem Handbuch zurechtgelegt hat

 

Beispiel

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998
(BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

Elektronische Bildbearbeitung II (§ 4 Abs. 4 Nr. 1, lfd. Nr. I.9)

Bilddaten inhaltlich bearbeiten und für die technische Weiterverarbeitung vorbereiten

Schritte zur Schließung der "Lernlücke":

  • Schritt 1: Das Lehrgespräch wird mit der Aufforderung des Ausbilders eröffnet, ihm die aufgetretene Lernschwierigkeit zu beschreiben. Der Ausbilder erkennt als Lernlücke den Übergang von den fertigen Bilddaten und der Auswahl eines geeigneten Datenformates als Vorbereitung zur Weiterverarbeitung.
  • Schritt 2: Beispiele zur Vorbereitung für die Weiterverarbeitung werden gemeinsam besprochen und Problemstellungen sowie Vor- und Nachteile einzelner Formate festgehalten.
  • Schritt 3: Der Ausbilder gibt nun eine konkrete Vorgabe zur Bildbearbeitung und formuliert, wie das Bild eingesetzt werden soll. Dann bearbeitet einer der Auszubildenden, nicht der Ausbilder, das Bild am Computer und führt die notwendigen Schritte für die Weiterverarbeitung aus. Notfalls helfen die anderen Auszubildenden, erst ganz zum Schluss der Ausbilder.
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Vier-Stufen-Methode

Vier-Stufen-Methode

  • Nutzung: Demonstration komplexer Prozesse (z.B. Produktionsprozesse, Wartungsarbeiten), die in der Regel einem standardisierten Ablauf folgen.
  • Kennzeichen: Der Ausbilder demonstriert einen Arbeitsablauf, und der Auszubildende hat die Übung möglichst genau so zu wiederholen, wie sie ihm vorgemacht worden war. Durch ständiges Üben soll der Ablauf zur Gewohnheit werden. Dabei empfiehlt es sich, den Auszubildenden möglichst frühzeitig aktiv einzubinden.

 

1. Stufe: Vorbereiten des Auszubildenden

Zu Beginn der Unterweisung nennt der Ausbilder Thema und Lernziel, um beim Auszubildenden Interesse zu wecken. Dabei knüpft er am festgestellten Kenntnisstand des Auszubildenden an, ermuntert ihn zum Mitdenken und Mittun. Zugleich sorgt der Ausbilder dafür, dass der Lernende von seinem Sitz- oder Stehplatz aus den Unterweisungsvorgang genau verfolgen kann.

 

2. Stufe: Vormachen und Erklären

Für die zweite Stufe der Unterweisung gelten folgende Grundsätze: Der Ausbilder soll

  • nur soviel vormachen und erklären, wie der Auszubildende aufnehmen kann,
  • einfach und verständlich erklären (was, wie, warum),
  • dem Auszubildenden möglichst viele Fragen stellen und an dessen Antworten beim weiteren Unterweisen anknüpfen,
  • auf Arbeitssicherheit ständig hinweisen.

Bei Wiederholung dieser Stufe sollte sich das aktive Lehren des Ausbilders bereits in das gewünschte aktive Lernen des Auszubildenden umwandeln, indem der Ausbilder dem Auszubildenden das Erklären und Begründen überlässt und zu Verständnisfragen ermuntert. Falls notwendig, sind dabei die Kernpunkte nochmals herauszustellen und besonders schwierige Teilvorgänge stichwortartig zu betonen.

 

3. Stufe: Nachmachen lassen

Nach dem "Vormachen und Erklären" durch den Ausbilder muss der Auszubildende den Arbeitsgang nachmachen, also selbst ausführen. Jede Ungenauigkeit und jeder Fehler sind sofort abzustellen, insbesondere dann, wenn sich die Unterweisung an einem Arbeitsvorgang innerhalb des betrieblichen Ablaufs vollzieht. Beim Nachmachen achtet der Ausbilder darauf, dass der Auszubildende den Arbeitsgang auch erklärt. Der Auszubildende soll jetzt genau beantworten können: - Was ist zu tun? - Wie muss es gemacht werden? Dabei darf er eigene Auffassungen zum Arbeitsablauf äußern.

 

4. Stufe: Selbständig ausführen lassen

Hat der Auszubildende eine gewisse Sicherheit erreicht, soll er selbständig weiterüben. Der Ausbilder prüft, ob der Arbeitsgang wirklich fehlerfrei abgewickelt worden ist. Dabei zeigt er dem Auszubildenden Möglichkeiten für Eigenkontrollen. Fehlerfreie Arbeit wird er entsprechend anerkennen.
Beim Wiederholen in Stufe 2 sollte sich der Ausbilder die Auffassung des Auszubildenden zum Arbeitsablauf anhören. Dies kann dazu führen, dass das selbständige Ausführen in Stufe 4 nicht bis aufs i-Pünktchen dem Vormachen des Ausbilders gleichen muss, zumal dann nicht, wenn die Vorstellungen des Auszubildenden begründet und sogar als Verbesserung anzusehen sind.

 

 

Variante: 3 Stufen - 6 Stufen

Das Vier-Stufen-Schema ist abwandelbar. Der Ausbilder kann das Schema, wenn es ihm für bestimmte Lernvorhaben zweckmäßig erscheint, z. B. auf drei Stufen verkürzen oder zu fünf bzw. sechs Stufen verlängern:

3 Stufen:

  1. Aktivität liegt sofort beim Auszubildenden (zuerst versucht er es selbst),
  2. Aktivität liegt beim Ausbilder (er zeigt anschließend, wie er verfährt),
  3. gemeinsam ausführen (Vereinigung beider Wege).

6 Stufen:

  1. siehe oben (Original-Methode)
  2. siehe oben
  3. siehe oben
  4. Auszubildender macht diese Schritte nach und bringt Alternativen ein,
  5. Vorgehensweise wird gemeinsam festgelegt,
  6. Brauchbarkeit wird in der Betriebsrealität überprüft.
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Leittextmethode

Leittext

  • Nutzung: Lernsituationen, in denen der Auszubildenden reichlich Spielraum für eigene Wege hinsichtlich Reihenfolge, Zeiteinteilung, Auswahl und Erweiterungen erhalten soll, so dass Lernmotivation und Arbeitsfreude steigen. Der Ausbilder geht also nicht, etwa wie bei der Vier-Stufen-Methode, Schritt für Schritt beim Lernfortgang mit.
  • Kennzeichen: Theoretische Erarbeitung eines Themas und vielleicht der beste Weg, um Auszubildende zum selbständigen Lernen zu befähigen. Die Selbständigkeit des Auszubildenden wird gefördert durch
    • Anleitungen zur Planung und Durchführung des Arbeitsablaufs,
    • einen Kontrollbogen zur systematischen Selbstkontrolle,
    • Leitfragen zur Lösung der gestellten Aufgabe.

Der Einstieg in die Aufgabe wird z.B. dadurch erleichtert, dass der Lernende durch den Leittext zunächst zur gezielten Informationsbeschaffung, Informationsaufnahme und Aufbereitung der Informationen angeleitet wird. Dadurch entfällt weit gehend die Anfangsschwierigkeit des Auszubildenden, wie man die Aufgabe anpacken soll.

Er steht vielmehr als Lernberater zu weiteren Lernanleitungen bereit, falls der Auszubildende Beratung wünscht. Bewährt hat sich das Modell der vollständigen Handlung. Es umfasst sechs Handlungselemente und erweitert die bisher meist übliche Dreiteilung einer Handlung (Planung, Durchführung und Kontrolle).

 

Beispiel

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998
(BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

Gestaltung digitaler Medien (§ 4 Abs. 4 Nr. 1, lfd. Nr. I.5)

  1. Gestaltung auf die technischen Möglichkeiten des Ausgabemediums abstimmen

 

  • Informieren: Der Ausbilder gibt dem Auszubildenden "als Einstieg" eine Liste (Leittext) der möglichen Informationsquellen: (Titel von Fachbüchern und Fachzeitschriften, Loseblatt-Sammlung, Merkblätter, Gespräche mit Mitarbeitern).
  • Planen: Der Auszubildende stellt sich einen Arbeitsplan auf, wie er die Informationen des Ausbilders nutzen will (Leittext gibt Anleitungen zur Planung).
  • Entscheiden: Er bespricht seine Planung mit dem Ausbilder, erhält gegebenenfalls Erläuterungen und Vorschläge. Dann entscheidet er aber selbst, wie er vorgehen wird.
  • Ausführen: Er führt die Aufgabe nun selbständig durch. Die vom Ausbilder genannten Hilfen und den Leittext bezieht er nach eigenem Ermessen ein und stellt eine Übersicht zum Thema so vollständig und deutlich wie möglich zusammen.
  • Kontrollieren: Er überprüft in einer Selbstkontrolle, also ohne den Ausbilder, inwieweit ihm Vollständigkeit und Klarheit gelungen sind. Ein vom Ausbilder überlassener Kontrollbogen (Checkliste zum Abhaken) kann nützlich sein.
  • Bewerten: Ausbilder und Auszubildender besprechen gemeinsam das Ergebnis. Dabei erfährt der Auszubildende die Bewertungskriterien des Ausbilders. Nun kann er die Note, die er sich selbst subjektiv gegeben hat, nach objektivem Maßstab korrigieren. Die Leittextmethode hat sich auch bei Partner- und Gruppenarbeit bewährt.

 

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Lernauftrag

Lernauftrag

  • Nutzung: Zu noch mehr selbständigem Lernen als bei der Leittextmethode sieht sich der Auszubildende bei der Lösung eines Lernauftrags (z.B. im Anschluss an die Vier-Stufen-Methode) gefordert. Die Hilfen des Ausbilders entfallen.
  • Kennzeichen: Der Auszubildende erhält ausreichend Zeit zu eigenem unbeeinflussten Durchdenken des Themas. Stützen bieten lediglich das bisher vom Ausbilder vermittelte Wissen und die bei der Mitarbeit am Arbeitsplatz gewonnenen Erfahrungen. Deshalb eignen sich für Lernaufäge besonders die in den Ausbildungsrahmenplänen aufgezählten Fertigkeiten und Kenntnisse, zumal sie dort ausdrücklich mit "unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens" überschrieben sind.

 

Beispiel

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998 (BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

Umweltschutz (§ 4 Abs. 1 Nr. 4)

  1. mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb an Beispielen erklären
  2. Für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes anwenden.

Vorgehensweise

  • Schritt 1 Punkt 1. wird vom Ausbilder mit Hilfe eines Lehrgesprächs erläutert.
  • Schritt 2 Punkt 2. wird vom Auszubildenden selbst erarbeitet und auf den Betrieb bezogen. Der Auszubildende soll Möglichkeiten zu z.B. Energiearten und -verbrauch, Abfallreduzierung, Wiederverwendung, umweltschonende Entsorgung speziell in seinem Ausbildungsbetrieb erarbeiten. Nachfragen beim Ausbilder und bei anderen Mitarbeitern sind möglich und auch erwünscht.
  • Schritt 3 Sobald der Auszubildende der Ansicht ist, den Lernauftrag erfüllt zu haben, legt er das Ergebnis dem Ausbilder zur gemeinsamen Durchsprache vor.
  • Schritt 4 Bei einer gelungenen Lösung des Lernauftrags sollte der Ausbilder veranlassen, dass auch die anderen Auszubildenden davon erfahren, also jetzt der Auszubildende einen Kurzvortrag hält. Zeigt die Ausarbeitung dagegen wesentliche Schwächen, könnte der Auszubildende nach der Beratung mit dem Ausbilder einen zweiten Entwurf anfertigen.

 

Auch der Lernauftrag lässt sich für das Lernen in der Gruppe einsetzen. Mehrere Auszubildende können den Auftrag gemeinsam diskutieren, dann zusammen das Resultat festlegen und es dem Ausbilder als "Lernertrag der Gruppe" präsentieren.

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Projektmethode

Projektmethode

  • Nutzung: Zur Vermittlung von ganzheitlichen Arbeitsabläufen von der Planung, über die Ausführung bis zur Kontrolle.
  • Kennzeichen: Komplett selbständige Erarbeitung einer umfassenden Aufgabe (z.B. Abwicklung eines Kundenauftrages von der Auftragsannahme bis zum Abschlussgespräch) von einem Auszubildenden oder im Team.

 

Beispiel Projektmethode

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998
(BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

 Arbeitsorganisation (§4 Abs. 1 Nr. 5)

  1. Auftragsunterlagen und Vorlagen entsprechend der Auftragsbeschreibung auf Vollständigkeit prüfen
  2. Auftragsziele festlegen und Teilaufgaben definieren
  3. Technische und terminliche Kundenvorgaben beachten, Termine planen, abstimmen und überwachen
  4. Aufgaben im Team planen und bearbeiten; Ergebnisse abstimmen und auswerten

 

Vorgehensweise

  • Schritt 1 Der Ausbilder gibt dem Auszubildenden oder dem Team einen vollständigen "Auftrag" und allgemeine Hinweise dazu, wo sie Hilfen zur Durchführung des Projektes erhalten können
  • Schritt 2 Der/die Auszubildenden planen ihren Projektverlauf, stellen einen Projektplan auf und verteilen Aufgaben. Optional kann die Projektplanung mit dem Ausbilder besprochen werden, bevor die Realisierung beginnt
  • Schritt 3 Der/die Auszubildenden führen ihr Projekt selbständig durch
  • Schritt 4 Die Ergebnisse werden dem Ausbilder und möglichst auch weiteren Mitarbeitern im Betrieb präsentiert

 

Eine möglichst realitätsnahe Simulation von Situationen im Betrieb fördert die Effektivität von Projekten, z.B. durch Rollenspiele, die den Umgang mit dem Kunden üben, Zusammenarbeit mit Lieferanten, anderen Betrieben und Abteilungen.

Bei Projekten wie "Einen Werbeprospekt für eine Tauchschule in der Karibik erstellen" erleben die Auszubildenden das Eingebundensein in die Aufgabenverteilung des Projekts. Sie erlernen Teamgeist, sie üben sich im Argumentieren und Zuhören bei den Diskussionen in der Gruppe.

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Rollenspiel

Rollenspiel

  • Nutzung: Üben des Umgangs mit typischen betrieblichen Situationen, wie Kundengespräche, Gespräche mit Vorgesetzten, Kollegen, Ausbilder.
  • Kennzeichen: Beim Rollenspiel gibt es - außer der zu beschreibenden Rolle - keine Vorgaben. Gegenüber dem Lernauftrag entfällt die Muße zum Nachdenken. Hier ist die Kreativität jedes einzelnen direkt und allein gefragt. Im Rollenspiel folgt die Vertiefung, indem der Auszubildende in eigener Wahl der Worte und Argumente gegenüber dem Rollenspiel-Partner einen Standpunkt zu vertreten hat. Er muss sich dabei auch in die Denkrichtung des anderen einfühlen, möglichst sofort darauf eingehen können. Der Ausbilder gibt mit knappen Informationen lediglich den Spielrahmen vor und variiert diesen gegebenenfalls für einen anschließenden zweiten Durchgang, bei dem Mitspieler und Zuhörer ausgewechselt werden.

 

Beispiel 1

Rollenspiel mit zwei Auszubildenden

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998 (BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

Kundenbetreuung (§4 Abs. 3 Nr. 1.3)

  1. Beratungs- und Verkaufsgespräche planen, durchführen und nachbereiten

Mögliches Vorgehen

Mit dem Kunden hat es immer wieder Probleme gegeben. Er macht zunächst nur wenige Vorgaben zum Entwurf eines Werbeprospektes, ist aber dafür bekannt, dass er nur sehr selten mit den Ergebnissen der ersten Layout-Entwürfe zufrieden ist. Er ist nur schwer zu überzeugen; - ist er allerdings überzeugt, dann läuft die gemeinsame Arbeit mit ihm problemlos weiter.

 

Beispiel 2

Rollenspiel mit mehr als zwei Auszubildenden

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998 (BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes (§4 Abs. 1. Nr. 2)

  1. Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlicher Organe des ausbildenden Betriebes erklären 

Mögliches Vorgehen

Der Ausbilder will die beabsichtigte Änderung der Arbeitszeiten "am runden Tisch" mit verteilten Rollen diskutieren lassen. Als Beteiligte schlagen die Auszubildenden dem Ausbilder vor: Abteilungsleiter, REFA-Mann, Sachbearbeiterin, Hausmeister, Betriebsratsmitglied, Vertrauensarzt, Redakteur der Hauszeitschrift.

Zur Festlegung, wer welche Rolle übernimmt, äußern sich zuerst die Auszubildenden. Der Ausbilder hat einen Schriftsatz verteilt, in dem die Rahmenbedingungen beschrieben sind. Vor Spielbeginn steht Zeit zur Verfügung, damit sich jeder in seine Rolle eindenken, sich mit ihr identifizieren kann. Die Sitzung wird als offenes Rollenspiel (unstrukturiert) oder strukturiert durchgeführt. Im letzteren Fall ist ein Auszubildender als Vorsitzender zu bestimmen bzw. zu wählen (z.B. als Betriebsratsmitglied), der die Sitzung eröffnet, Wortmeldungen zuteilt und am Schluss das Ergebnis zusammenfasst. Der Ausbilder äußert sich erst nach dem Ende des Rollenspiels.

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Fallmethode

Fallmethode

  • Nutzung: Zum Erlernen einer systematischen Vorgehensweise zur Lösung eines vorgegebenen Problems.
  • Kennzeichen: Gegenstand der Fallmethode sind in aller Regel schriftlich fixierte, vom Ausbilder vorgegebene Fälle aus der Praxis. Der Ausbilder fordert z. B. die Auszubildenden auf, sich in Kleingruppen (2 bis 4 Auszubildende je Kleingruppe) zusammenzusetzen, die den vorgegebenen Fall "auf dem Papier" lösen sollen. Dabei ist zu lernen, wie sich die Sache systematisch anpacken lässt.

Schritt 1 Aufgabe erkennen und formulieren Schritt 2 Aufgabe analysieren: Welche Rechner (Arbeitsplätze) sollten verbunden werden? Wie erfolgt die Inbetriebnahme erfolgreich? Schritt 3 Mehrere Lösungsmöglichkeiten durchdenken. Schritt 4 Für eine Lösung entscheiden.

Gegenstand der Fallmethode sind in aller Regel schriftlich fixierte, vom Ausbilder vorgegebene Fälle aus der Praxis. Der Ausbilder fordert z. B. die Auszubildenden auf, sich in Kleingruppen (2 bis 4 Auszubildende je Kleingruppe) zusammenzusetzen, die den vorgegebenen Fall "auf dem Papier" lösen sollen. Dabei ist zu lernen, wie sich die Sache systematisch anpacken lässt.

 

Beispiel

 

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998 (BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

 Hard- und Software (§4 Abs. 2 Nr. 7 )

  1. Rechner und Peripheriegeräte verbinden und in Betrieb nehmen 

  • Schritt 1 Aufgabe erkennen und formulieren
  • Schritt 2 Aufgabe analysieren: Welche Rechner (Arbeitsplätze) sollten verbunden werden? Wie erfolgt die Inbetriebnahme erfolgreich?
  • Schritt 3 Mehrere Lösungsmöglichkeiten durchdenken.
  • Schritt 4 Für eine Lösung entscheiden.

Wenn mehrere Kleingruppen dieselbe Aufgabe besprochen haben, kommen sie wahrscheinlich zu unterschiedlichen Lösungen. Nun treffen sich alle Kleingruppen zur Präsentation ihrer Vorgehensweisen und Resultate vor dem Ausbilder und den Mitgliedern der anderen Gruppen. Dem Ausbilder steht das letzte Wort zu. Er als der Experte korrigiert, befürwortet, entscheidet. "Demokratische" Mehrheitsbeschlüsse der Lernenden sind bei Fachfragen nicht möglich.

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Moderierte Gruppenarbeit

Moderierte Gruppenarbeit

  • Nutzung: "Leitung" einer Gruppe Diskutierender, die ein Thema mit offenem Ausgang erörtern.
  • Kennzeichen: Der Moderator, der das Thema als offene Frage vorgibt (eine Frage, die mit einem Fragefürwort "wie", "was", "wie", "wodurch", "warum", beginnt und mehrere Antworten zulässt, auch "W'-Frage genannt), braucht in der Sache gar nicht Fachmann zu sein. Ihm obliegt vielmehr vorrangig das Bemühen um den zielorientierten Diskussionsfluss mit Beteiligung aller. Das Gespräch verläuft häufig direkt zwischen den Beteiligten.

In der Berufsausbildung ist zweckmäßigerweise der Ausbilder der Moderator. Er formuliert das Thema, bestimmt Anfang und Ende der Gruppenarbeit, fordert die Auszubildenden zu Äußerungen auf, sorgt für freundlich-verbindlichen Gesprächston, reguliert also den Verlauf in jeder Hinsicht. Auf Visualisierung der Gesprächsergebnisse (mit z.B. Pinnwand, Flip-Chart, Overhead-Projektor) sollte der Ausbilder nicht verzichten.

Im Verlauf der moderierten Gruppenarbeit kommt es oft auch zur Bildung von Teilgruppen, die unterschiedliche Lernaufträge zu bearbeiten haben. Das folgende Beispiel soll dies verdeutlichen:

 

Beispiel

 

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan
Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien vom 4. Mai 1998 (BGBl. I S. 875 vom 13. Mai 1998)

 

Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (§4 Abs. 1 Nr. 3) 

  1. Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
  2. berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden

  3. Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten

  4. Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen

Der Ausbilder bespricht zuerst als moderierte Gruppenarbeit den Unterpunkt 1. dieser Position, "Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitplatz feststellen und Maßnehmen zu ihrer Vermeidung ergreifen", und verteilt dann die Unterpunkte 2. – 3. als differenzierende Arbeitsaufgaben an die Auszubildenden zur Bearbeitung in Kleingruppen wie folgt:

Gruppe 1

"berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften anwenden."

Gruppe 2

"Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen einleiten." 

Gruppe 3

"Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen.".

Die Teilgruppen haben die Aufgabe, ihre Ergebnisse dem Ausbilder und den jeweils anderen Teilgruppen vorzutragen. Um diese Präsentationen anschaulich durchführen zu können, werden z.B. vorher beschriftete Pinnwände, die Arbeitsverlauf und Arbeitsergebnis zugleich widerspiegeln, im "Plenum" aufgestellt. Der jeweilige Gruppensprecher kommentiert die beschrifteten Pinnwände und stellt sich den Fragen der Gesamtgruppe. Der Ausbilder greift, wenn erforderlich, korrigierend ein und fasst meistens selbst die Ergebnisse noch einmal zusammen.

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Kompetenzen

13 wichtige Kompetenzen von Aus- und Weiterbildner

 

Lernbereitschaft
Die betriebliche Aus- und Weiterbildung muss auf die technischen Veränderungen
und neue Methoden der Wissensvermittlung reagieren. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer ständigen Lernbereitschaft.


Beratungsfähigkeit

Aufgrund kürzer werdender Innovationszyklen und veränderten Produktionsanforderungen wächst die Notwendigkeit in der Berufsbildung Bildungsberatung zu leisten. Dabei sollten Beratungen zu aktueller Literatur, passenden Seminaren und Fortbildungskursen sowie die Diagnose des Bildungsbedarfs im Vordergrund stehen.

Orientierung an den Aus- und Weiterbildungsteilnehmern
Die konsequente Orientierung in der Aus- und Weiterbildungsarbeit an den Teilnehmern bedeutet, diese an der Festlegung der Lehrziele zu beteiligen.

 

Qualitätsbewußtsein
Die Qualität der Aus- und Weiterbildung kann an Kriterien wie Systematischer
Planung und Organisation (thematische und zeitliche Gliederung), Zielorientierung
(Zielformulierung) und der subjektive Zufriedenheit von Auszubildenden und Weiterbildungsteilnehmern entwickelt und bewertet werden.

 

Zielorientierung
Aus- und Weiterbildungsschritte müssen auf die Erreichung eines Lernziels ausgerichtet sein. Dabei spielt die Gliederung von Ausbildungsinhalte in zielorientierte Einzelschritte eine maßgebliche Rolle.

 

Konfliktfähigkeit
Konfliktsituationen in der Aus- und Weiterbildung nicht nur durchzustehen, sondern aus ihnen heraus innovative Bedingungen zu gestalten sind Kompetenzen, die zunehmend in der Ausbilderfunktion von Bedeutung sind.

 

Flexibilität
Das Feld der betrieblichen Aus- und Weiterbildung umfasst ein breites Spektrum an Aufgaben. Der Aus- und Weiterbildner in der Druck und Medienbranche muss sich daher auf verschiedene Situationen einstellen und angemessen reagieren können (z.B. an den Lernstand der Auszubildenden anpassen, geeignete Ausbildungsmethoden je nach Ausbildungsgegenstand auswählen, auf sich rasch ändernde technische Veränderungen reagieren).

 

Moderationsfähigkeit
Die Fähigkeit zu moderieren umfasst das Vermögen, sich Zeit zu nehmen, feinfühlig zu handeln, sowie verschiedene Standpunkte wahrzunehmen. Sie impliziert ein spezifisches Rollenverständnis des Moderators als Führungskraft ohne Vorgesetzten-Funktion.

 

Didaktische Kompetenz
Didaktische Handlungskompetenz bedeutet die Kunst zu beherrschen, aus einem großen Informationsfundus diejenigen herauszufiltern, die für die Auszubildenden und Weiterbildungsteilnehmer wichtig sind.

 

Methodenkompetenz
Eng verbunden mit der Didaktischen Kompetenz bedeutet Methodenkompetenz für die Vielzahl von Aus- und Weiterbildungsinhalten die richtige Methode zur Vermittlung zu finden.

 

Sozialkompetenz
Sozialkompetenz ist ein weiter Begriff und bezeichnet die Fähigkeit, im menschlichen Miteinander sowohl auf privater als auch auf beruflicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene umsichtig handeln zu könne.

 

Kooperationsfähigkeit
Aus- und Weiterbildner müssen mit einer Vielzahl von Personen und Gruppen kooperieren. So z.B. mit Berufsschullehrern, "andere" Weiterbildungseinrichtungen, ggf. Kooperationsbetriebe, Vorgesetzten wie z.B. Geschäftsleitung und Mitarbeiterinnen, die an der Aus- und Weiterbildung beteiligt werden etc.

 

Konzeptionelle Fähigkeiten
Um adäquate Konzepte für Bildungsprogramme zu erstellen, nennt KLUPP* (1992) sechs Grundfragen:
1. Was gehört zum Thema?
2. Was will ich mit diesem Thema erreichen?
3. Wie sind die Bedingungen?
4.Welche Lernprinzipien werden beachtet?
5. Wie erfolgt die Umsetzung in einen Lernweg?
6. Welches Verhalten nach der Teilnahme wird angestrebt?

*) KLUPP, A.: Planen - Managen - Trainieren: 20 Bausteine erfolgreicher Erwachsenenbildung; 2. Aufl.; München, 1992

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Schriftwahl

Wer immer vor der Entscheidung steht, eine Schrift auszuwählen, muss sich bestimmte Überlegungen machen, gleich für welches Produkt, gleich ob für Print oder Web.

Inhalt:

 

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Zielgruppe und Zielsetzung

Zielsetzung

Zunächst muss man sich über das Produkt bzw. die Dienstleistungen, die man mit der Gestaltung vorstellt, informieren, über die Zielgruppe und die Zielsetzung klar werden. Bei der Zielsetzung einer Gestaltung geht es meist um zwei Kategorien, Information oder Werbung. Bei Werbung wird immer versucht, den Leser/ die Leserin zu einer bestimmten Aktion zu bringen. Entweder den Kauf eines Produktes, Inanspruchnahme einer Dienstleistung, Besuch eines Konzerts, Museums oder Ähnliches.


Zielgruppe

Bei der Zielgruppe muss man zunächst unterscheiden, zwischen Leser/innen, die man zum Lesen bringen will und welche, die von sich aus Lesen, da sie an einer bestimmten Information interessiert sind. Auch spielt es eine Rolle, ob die Gestaltung Kinder, junge Leute oder ältere Menschen ansprechen soll, das heißt für sie gut lesbar ist. Und für Sehbehinderte gelten wieder andere Kriterien für Lesbarkeit.

Produktnähe

Produktnähe

Auch das »Thema« der Gestaltung spielt eine Rolle bei der Schriftwahl. Eine Anzeige für eine Baufirma in einer englischen Schreibschrift zu gestalten wäre mehr als unangemessen. Doch meist ist die Entscheidung nicht so eindeutig, wie bei diesem extremen Beispiel, das ja direkt einleuchtet.

Textmenge

Textmenge

Die Textmenge, die zu setzen ist, ist auch ein nicht zu unterschätzender Faktor. Handelt es sich um ein Plakat oder eine Anzeige, die hauptsächlich mit Headlines und wenig Grundtext arbeitet, kann die Schriftwahl anders gewichtet sein als bei einem Fachbuch. Während beim ersten Fall mehr auf die Schaffung von Aufmerksamkeit mittels Schrift Wert gelegt wird, ist für ein Fachbuch die Lesbarkeit der Schrift wichtiger.

Im Allgemeinen kann man sagen, je länger der Text und die benötigte Lesezeit ist, desto entscheidender ist die Lesbarkeit. Bei Plakaten, Headlines etc. kann eine Schrift, die extravagant ist, aber dafür schlechter lesbar, trotzdem ihren Einsatz finden.

Auch ob ich mit der ausgewählten Schrift so viel Text auf den meist vorgegebenen maximalen Seiten unterbringe spielt eine Rolle.

Antiqua- vs. Groteskschriften

Antiqua vs. Grotesk

Bei der Lesbarkeit heißt es oft auch, daß Antiqua-Schriften – also solche mit Serifen – besser lesbar seien als Grotesk-Schriften. Die Serifen verbinden die Buchstaben und helfen dem Auge, die Wörter zu erkennen. Als Inbegriff der Leseschrift gilt vielerorts die Stempel Garamond.

Aber das Leseverhalten hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch in Richtung Grotesk-Schriften geändert, so dass für viele auch verschiedenen Groteskschriften als gut lesbar empfunden werden.

Vor allem Groteskschriften, die nicht konstruiert sind und sich mehr an der Antiqua orientieren, sind sehr gut lesbar. (Syntax, Gill, Officina etc.)

Aufmerksamkeit oder Langeweile

Beachtung oder Langeweile

Kommen wir nun zu dem Punkt der Auffälligkeit bzw. Besonderheit der Schrift im Vergleich zu anderen Schriften, denn schließlich soll sich das gestaltete Produkt, gleich ob Print, Multimedia-CD-ROM oder Website, auf allen Ebenen von seinen Konkurrenten positiv absetzen. So ist es immer noch eine gewisse Unart, fast ausschließlich mit den sogenannten Systemschriften, die mit den Rechnern mitgeliefert werden zu arbeiten, die sind auf Grund ihrer Verbreitung mehr als abgegriffen sind. Allen voran Helvetica/Arial bzw. Times/Times New Roman.

Schriftwahl bedeutet bewußt auswählen und sich entscheiden, und nicht die erstbeste vorinstallierte Schrift wählen.
Auch eine Reihe andere Schriften gelten als abgegriffen und langweilig. Hier eine Auswahl aus dem Buch Mediendesign von Ralf Turtschi:

  •     Avant Garde
  •     Times
  •     Helvetica
  •     Palatino
  •     Franklin Gothic
  •     Zapf Chancery
  •     Futura
  •     Univers
  •     Bodoni
  •     ITC Garamond


Als unverbrauchte Alternativen gibt er einige Vorschläge:

  •     Meridien
  •     PMN Caecilia
  •     Weidemann
  •     Veljovic
  •     Walbaum
  •     Bell Centeniell
  •     Italia
  •     Minion
  •     Myriad
  •     Officina Sans
  •     Meta
  •     Avenir
  •     Clearface Gothic
  •     Eurostile
  •     Formata
  •     Imago
  •     Serpentine
  •     Syntax
  •     Vectora


Doch meiner Meinung nach gibt es hier auch bereits einige abgegriffene Schriften, wie die Meta, Eurostile und Serpentine.

Und man sollte nicht vergessen, dass es zumindest für Headlines oder auch Plakatschriften noch die Möglichkeit gibt, auf klassische Techniken zurückzugreifen. Warum sollte eine Plakatheadline nicht mit der eigenen Handschrift, Linoldruck, aus ausgeschnittenem Papier, Kartoffeldruck oder Ähnlichem gestaltet werden? Natürlich muss auch dies zum Gesamteindruck passen.

Ausbau der Schrift und Schriftsippen

Schriftausbau

Für Schriften ist es vor allem im Corporate Design (CD) wichtig zu prüfen wie gut die Schrift ausgebaut ist.
Das bedeutet: hat die Schrift genügend Schriftschnitte, um alle Auszeichnungen in der Gestaltung abzudecken. Normal sind Schnitte wie roman, italic, bold, bold italic.

Für CDs benötigt man aber meist mehr Schriftschnitte wie zum Beispiel echte Kapitälchen, Condensed oder Extended, magere und fette Schnitte bishin zu Ligaturen und speziellen Mediäval-Ziffern.

 

Schriftsippen

Gut eigenen sich auch sogenannte Schriftsippen. Das bedeutet, das es von der Anmutung die gleiche Schrift als Grotesk und Antiqua gibt. Bei bestimmten Schriftsippen gibt es neben diese beiden auch noch Serifenbetonte und andere Untergliederungen.

Als Beispiel für Schriftsippen gibt es die Thesis, Rotis, Stone.

Schriften mischen

Schriftmischung

Wenn man sich nicht gerade auf Schriftsippen beschränkt, steht man bei der Gestaltung meist auch vor dem Problem der Schriftmischung. Als allgemeine Regel gilt, mische keine Schriften aus der gleichen Schriftgruppe. Also keine Grotesk mit einer Grotesk – Helvetica mit Futura –, da die Unterschiede der Schriften bei den Leser/innen als zu gering erkannt werden und dann eher einen unruhigen und nicht nachvollziehbaren Eindruck schaffen.

Schlußbemerkung

Auch sollte man sich als Gestalter/in über die Weiterverarbeitung Gedanken machen und welche Einflüsse Bedruckstoffe und Druckverfahren bzw. Ausgabemedien auf die Erkennbarkeit der Schrift haben.

So sind zum Beispiel klassizistische Antiquas für rauhes Naturpapier, Wiedergabe am Monitor, Zeitungsrotationsdruck oder für den Siebdruck als Lesetextschrift ungeeignet, da die feinen Strichstärken bei der Ausgabe nicht mehr richtig dargestellt werden können. Dieses Problem kann insgesamt bei allen feinen Serifen entstehen. Nicht umsonst wurden für den Zeitungsrotationsdruck Antiquas mit bewusst kräftigeren Serifen entwickelt.

 

Ich hoffe, dass diese Ausführungen euch etwas weiterhelfen. Wer hier ein genaues Kochrezept für die Schriftwahl erwartet hat, liegt allerdings falsch. Denn fast alle Allgemeingültigkeiten versagen in der Praxis, da man jeweils alle Einflüsse und möglichen Widrigkeiten prüfen muss und sich dann entscheidet.

Oft sind die Entscheidungen für bestimmten Schriften auch ein Kompromiß zwischen den einzelnen Faktoren.


Wichtig ist es auch – bei Schriften für Printprodukte – sich diese in unterschiedlichen Schriftgrößen und Schnitten auszudrucken, um ihre Wirkung besser bewerten zu können, da der Bildschirm meist einen falschen Eindruck schafft.


Ebenso gilt, sich vor dem Anwerfen des Rechners Gedanken zu machen und nicht einfach darauflos zu gestalten.

Literarturhinweise

Literaturhinweise 

  •     Mediendesign, (Ralf Turtschi), Niggli Verlag
  •     Praktische Typografie, (Ralf Turtschi), Niggli Verlag
  •     Schriften erkennen, (Suthoff, Willberg, Wendt) Verlag Hermann Schmidt
  •     Erste Hilfe Typografie, (Willberg und Forssmann), Verlag Hermann Schmidt
  •     Typo Atlas, (Günther Schuler), Smart Book Verlag
  •     TYPO – Wann Wer, Wie? (Friedl, Ott und Stein), Verlag Könemann
  •     Insiderbuch Typedesign, (Sean Cavanaugh), Midas Verlag

WBT Betriebliches Rechnungswesen


Das WBT gliedert sich in neun Lerneinheiten:

  • Aufgaben und Bereiche des Rechnungswesens
  • Kostenrechnung
  • Gliederungsmöglichkeiten von Kostenarten
  • Kalkulatorische Kosten
  • Platzkostenrechnung
  • Kapazitätsrechnung
  • Durchführung einer Platzkostenrechnung
  • Absatzkalkulation und
  • Kalkulationsverfahren

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WBT Bilddigitalisierung

   
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Software-Voraussetzungen:

Für unsere Web-based Trainings und den Übungspool benötigen Sie den Macromedia FlashPlayer 6.0, für das Web-based Training "Farbenlehre" installieren Sie bitte Macromedia Shockwave Player 8.5.1. Beide finden Sie unter http://www.adobe.com/downloads/.

Zum Lesen von PDF-Dateien benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader ab Version 5.0.

Download und Installation der Reader sind kostenfrei.

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WBT Grundlagen der Kalkulation von Druckerzeugnissen

Das WBT ist unterteilt in sieben Lerneinheiten, von der Einführung in die Kalkulation von Druckerzeugnissen, über Kalkulation im Offsetdruck und die Kalkulation in der Weiterverarbeitung. Es folgen Bogen- und Nutzenberechnungen und Papierberechnungen. Abschließend folgen die Kapitel Einkauf und Versand sowie Kalkulieren mit Branchensoftware.

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WBT Projektmanagement in der Medienproduktion

Das Web Based Training "Projektmanagement in der Medienproduktion" bietet einen umfassenden branchenspezifischen Einstieg in das Thema Projekte und Projektmanagement.

 

© Hochschule für angewandte Wissenschaften München, 2010, Kontakt: Prof. Dr. Martin Delp delp@hm.edu

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WBT Satztechnik und Typografie

Das WBT ergänzt den Band 2 der comedia-Lehrmittel «Satztechnik und Typografie». Es erlaubt, die Wirkung des im gedruckten Werk Beschriebenen am Monitor direkt erfahrbar zu machen und damit zu experimentieren.

Die Lerninhalte sind in folgende Themen eingeteilt:

Der Buchstabe, Abstände, Satzarten und Schriftwahl.

Didaktisch wurde auf große Interaktivität Wert gelegt. Für jedes der vier Kapitel steht ein Multiplechoice-Schlusstest bereit. Ein gut ausgebautes Glossar bietet einen Zusatznutzen. Bookmarks, die gesetzt werden können, erlauben das rasche Wiederauffinden bestimmter Stellen.

Das WBT entstand in Zusammenarbeit des ZFA mit der Mediengewerkschaft comedia (heute syndicom) in der Schweiz im Rahmen des Projektes Mediengestalter/in 2000plus.

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WBT Typografie am Bildschirm

Das WBT ergänzt den Band 5 der comedia-Lehrmittel «Typografie am Bildschirm». Es erlaubt, die Wirkung des im gedruckten Werk Beschriebenen am Monitor direkt erfahrbar zu machen und damit zu experimentieren.

Das WBT umfasst die Kapitel Zeichen/Buchstabe, Lesbarkeit/Schrift, Schriftanwendung und Datenkompression.

Das WBT entstand in Zusammenarbeit des ZFA mit der Mediengewerkschaft comedia (heute syndicom) in der Schweiz im Rahmen des Projektes Mediengestalter/in 2000plus.

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Web Based Training Farbenlehre

faecher.jpgDieses WBT entstand in Zusammenarbeit des Projektes Mediengestalter/in 2000plus mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB).

Es umfasst folgende Module:


Impressum:


Software-Voraussetzungen:

Für unsere Web-based Trainings und den Übungspool benötigen Sie den Macromedia FlashPlayer 6.0, für das Web-based Training "Farbenlehre" installieren Sie bitte Macromedia Shockwave Player 8.5.1. Beide finden Sie unter http://www.adobe.com/downloads/.

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Download und Installation der Reader sind kostenfrei.

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WebBasedTraining - Prozess Standard Offsetdruck

Eine Einführung des Bundesverbands Druck und Medien (bvdm)

Mehr und mehr Druckbetriebe haben den ProzessStandard Offsetdruck als Möglichkeit entdeckt, mit hoher Sicherheit ein gewünschtes Farbergebnis zu erreichen und dabei gleichzeitig Kosten zu sparen.

Die Mediencommunity hat deshalb die Lern-CD-ROM des bvdm für die Online-Nutzung aufbereitet, um dieses Lernmedium noch flexibeler zugänglich zu machen.

Dieses WebBasedTraining wendet sich an all diejenigen, die sich bislang noch nicht intensiv mit der komplexen Materie des ProzessStandard Offsetdruck befassen konnten und nun einen ersten Überblick gewinnen wollen, ohne sich gleich mit dem sehr umfangreichen und stark technisch orientierten Handbuch ProzessStandard Offsetdruck (Achtung: erst ab Mai 2012 wieder lieferbar) auseinanderzusetzen.

Außerdem ist sie für all jene zu empfehlen, die zwar in ihrem engeren Aufgabenfeld Methodenwissen der Standardisierung besitzen und anwenden, aber noch nicht über das notwendige Know-How verfügen, um standardisierte Arbeitsabläufe über die Abteilungs- und Betriebsgrenzen hinweg ganzheitlich zu beurteilen und interdisziplinär einzusetzen.

Die Lernsoftware kann gleichermaßen von den Mitarbeitern in Druck- und Medienunternehmen wie auch von deren Kunden (z.B. Werbeagenturen und Verlagen) und Lieferanten (Hersteller und Distributoren von Maschinen und Material) genutzt werden. Durch die multimediale Präsentation der Inhalte, die teils aufwändige Animation komplexer Sachverhalte und die zahlreichen Möglichkeiten zur Interaktion eignet sich das WebBasedTraining auch hervorragend, um in Aus- und Weiterbildung oder beim Studium eingesetzt zu werden.

Die Inhalte gliedern sich in sieben Kapitel, die jeweils aus ein bis vier Lerneinheiten bestehen.
Zu Beginn jeder Lerneinheit wird in die behandelte Problemstellung eingeführt, am Ende stehen jeweils einige Testfragen, mit dem sich das Gelernte überprüfen lässt. Die Lernkapitel werden durch einige Extras eingerahmt: So kann der Anwender mit Hilfe eines Fragebogens all diejenigen Vorteile ermitteln, die ihm ganz persönlich aus standardisiertem Arbeiten erwachsen. Ein umfangreiches Lexikon erläutert wichtige Begriffe.

Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Abschlusstest zu absolvieren. Wer dort mit entsprechendem Wissen aufwarten kann, erhält ein Zertifikat, das ihm die erfolgreiche Bearbeitung des WebBasedTrainings bescheinigt. Die Begleitmaterialien enthalten Tabellen mit den wichtigsten Sollwerten und Toleranzen für den Bogen-, Heatsetrollen- und Zeitungsoffsetdruck.

Systemvoraussetzungen: Aktueller Adobe Shockwave Player für den eingesetzten Browser, kostenlos unter http://get.adobe.com/de/shockwave/

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Impressum

Projektleitung:

Harry Belz

Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm), Berlin

Redaktion:

Jürgen Backhaus, Christian Kraus und Stefan Meißner

von der Wagenfeld-Schule Bremen

Herausgeber:

Bundesverband Druck & Medien e.V. (bvdm)

Friedrichstraße 194-199
10117 Berlin

www.bvdm-online.de

Die Inhalte sind als Lern-CD bestellbar unter: http://printmedia.juni.com/details.php?catp=500000&p_id=85486.

 

Übungspool für Mediengestalter/innen Digital und Print

Herzlich Willkommen zum Übungspool!

Unter dem Motto "Fly and Dive" in der Karibik finden Sie hier zwei Übungsaufgaben zur Ergänzung der praktischen Ausbildung.

Möchten Sie sich mit anderen Azubis zu den Aufgaben austauschen und gemeinsam Ihre Entwürfe diskutieren? Dann sind Sie im Gruppenforum zum Übungspool richtig.

> Mitgliedschaft in der Gruppe anfordern

 

Eine Beschreibung der Gruppe.: 
Projekte für Mediengestalter/innen und Diskussion über die Ergebnisse

Jahreszugang für das Lerncenter der Mediencommunity

12,60 €
Artikelnummer: 1111

Wir freuen uns, dass Sie sich für die Nutzung des Lerncenters in der Mediencommunity entschieden haben.

Es erwarten Sie umfangreiche Webbased Trainings, Übungen und Aufgaben sowie mehrere Lernmodule.

Alle wurden entwickelt zur Unterstützung der Aus- und Weiterbildung in der Druck- und Medienbranche.

Ein umfassendes Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.

Für die Nutzung des kompletten Angebots bis Jahresende 2016 erheben wir eine Gebühr von 15 EUR inkl. MWSt. Ab 2017 werden die Inhalte des Lerncenters kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Zur Nutzung des Lerncenters ist zusätzlich eine kostenfreie Mitgliedschaft in der Mediencommunity notwendig.

Sollten Sie bereits Mitglied sein, bitten wir Sie, sich vor der Bestellung mit Ihren Daten anzumelden. Wenn Sie noch nicht Mitglied sind, können Sie sich hier neu registrieren.

Mit der Bestellung akzeptiert der/die Nutzer/in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Lerncenters.

Die Gebühreneinnahmen werden ausschließlich zur Deckung der laufenden Kosten für Hosting, Administration und Forenmoderation sowie für die Aktualisierung der Mediencommunity eingesetzt.

Mit diesem Produkt erwerben Sie bis Jahresende 2016 den Zugang zu den bezahlpflichtigen LernCenter-Inhalten der Mediencommunity zum Preis von 15 EUR (inkl. MWSt.) Damit ist kein sich verlängerndes, weiterlaufendes Abonnement verbunden, es gibt keine automatische Verlängerung der Nutzung oder andere derartige vertragliche Verpflichtungen.

Sie können per sofort überweisung, PayPal oder mit normaler Banküberweisung bezahlen. Bei den beiden ersten Optionen stehen Ihnen die Inhalte spätestens eine Stunde nach erfolgreichem Bezahlvorgang zur Verfügung, bei der letzten erst nach Zahlungseingang auf folgendem Konto der MedienBildung VerlagsGmbH:

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Geben Sie bitte bei einer Überweisung Ihren Benutzernamen in der Mediencommunity und die Bestellnummer an.

Bitte wenden Sie sich jederzeit mit Fragen oder Anregungen an info@mediencommunity.de!

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