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Machen soziale Medien das Lernen sozialer?

Weiterbildungsblog - 30. April 2015 - 14:17

… fragt Christian Spannagel, Professor für Mathematik und Mathematikdidaktik an der PH Heidelberg, und feuert die Diskussion gleich mit einer Aufzählung von Argumenten und Aspekten an. So fragt er zum Beispiel, ob etwas dran ist an der Klage, dass Social Media das gemeinsame Lernen stören. Oder warum in Online-Kursen die Foren verwaisen? Oder ob Lernen nicht zuallererst ein individueller Prozess ist?

Viele gute Punkte, die in den Kommentaren um weitere ergänzt wurden. Zwei Dinge, die mir bei der Frage ein- bzw. auffallen: Zum einen würde ich den Begriff “soziales Lernen” mit Blick auf einige begriffliche Untiefen vermeiden und lieber von vernetzten Lernprozessen sprechen, die durch das Internet und Social Media möglich sind. Das lenkt den Blick auch schneller auf neue Konzepte und Methoden.

Und zum anderen würde ich die Antwort nicht nur im klassischen Unterricht, sondern auch in unseren alltäglichen, informellen Lernroutinen suchen. Da geht heute viel, was früher nicht möglich war. Und vieles ist … okay: sozial.
Christian Spannagel, cspannagel, dunkelmunkel & friends, 29. April 2015

Kategorien: Lehren und Lernen

Wie eine Bildungshitparade

Weiterbildungsblog - 29. April 2015 - 17:11

Wo hat E-Learning in der Universität von morgen seinen Platz? Michael Jäckel, Präsident der Uni Trier, nimmt die aktuelle MOOC-Diskussion zum Anlass, um die Dinge etwas einzuordnen. Wobei er auf Widersprüche hinweist und mit vielen Fragezeichen arbeitet. E-Learning, so habe ich ihn verstanden, bedeutet nicht Veränderung, sondern Erweiterung des Kerngeschäfts der Hochschulen. Wobei er in seinem Beitrag vor allem (bzw. nur) die Lehre im Blick hat …

“Hochschulen brauchen keinen digitalen Überschuss, sondern digitale Ergänzung, Erweiterung und Differenzierung. E¬Learning hat durch die Diskussion wieder mehr Aufmerksamkeit erfahren. Dieser Schwung sollte für Komplementär- und Zusatzangebote genutzt werden. Denn Zielgruppen für diese Angebote gibt es durchaus: …”
Michael Jäckel, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 28. April 2015

Kategorien: Lehren und Lernen

Das 70:20:10-Modell – Lernen neu entdecken

Weiterbildungsblog - 29. April 2015 - 13:14

Auch dieser kurze Artikel stellt noch einmal das bekannte Modell vor und verlinkt Stichworte (informelles Lernen, Lernen am Arbeitsplatz) wie Ressourcen (Charles Jennings). Natürlich steht die Personalentwicklung hier vor einem Dilemma: Denn sobald man das informelle Lernen mit konkreten Arbeitsschritten und Aufgaben verbindet, “verschwindet” natürlich das “Informelle”. Aber es geht ja auch um einen andauernden Prozess, um eine Öffnung des Lernens und eine Befähigung der Lernenden …
Tim Doll, Haufe Akademie Blog, 26. März 2015

Das 70:20:10-Modell – Lernen am Arbeitsplatz neu entdecken from Jochen Robes

Kategorien: Lehren und Lernen

“Are Search and Social ousting L&D?”

Weiterbildungsblog - 28. April 2015 - 23:33

Zehn unterschiedliche Formen des Lernens in Unternehmen gilt es zu bewerten. 3.500 Teilnehmer haben bis heute abgestimmt. Das (vorläufige) Ergebnis: “As you can see the results show that company training/e-learning is the lowest rated way to learn at work, whilst knowledge sharing within teams, web search, conversations and professional networking are the most valued.”

Auch Jane Hart leitet daraus ab, dass sich die Arbeitsschwerpunkte für Learning & Development deutlich verschieben bzw. verschieben müssen.
Jane Hart, Learning in the Social Workplace, 28. April 2015

Kategorien: Lehren und Lernen

Die Pantone-Farbe des Jahres 2015: Marsala

gutenbergblog - 28. April 2015 - 11:37

Auch dieses Jahr wurde traditionell vom US-amerikanischen Unternehmen Pantone die Farbe des Jahres ausgewählt. Eine Jury aus dem Bereich Kunst, Design und Unterhaltung hat entschieden: 2015 steht unter dem edlen, modernen und doch auffälligen Marsala, auch bekannt unter dem Farbcode Pantone 18-1438.

Die Mischung aus Weinrot, Aubergine und Pflaumenfarben kommt sehr bedeckt daher. Sie ist nicht so grell wie ihr Vorgänger Emerald (Smaragdgrün) und nicht so fruchtig wie Radiant Orchid (Lila-Rosa). Dennoch steckt in dem ruhigen Ton viel Potential, sowohl für die Mode und Designindustrie, als auch in der Kosmetik- und Inneneinrichtungsbranche.

Marsala in der Mode

Die Farbe eignet sich ideal für die Modeindustrie, sowohl als Accessoire als auch als Kleidungsstück. Durch ihre einfache Kombinierbarkeit mit anderen Farben, lässt sich jedes Outfit mit einem Marsala-Farbenen Stück aufbessern. Gerade jetzt in der Frühlingszeit kommt dieser frische Farbton in den blühenden Parks gut zur Geltung. Durch den leichten pastellenen Schlag, passt sich Marsala gut an Hauttöne an, ob sehr hell bis sehr dunkel: Panetone Marsala wirkt immer edel und trägt dabei nicht auf.

Kosmetik und Inneneinrichtung

Da die Farbe Marsala sich an viele Haut-Töne anpasst, bietet sie sich natürlich auch für Kosmetik an. Ob Liedschatten, Rouge oder Lippenstift: Marsala macht ihr Gesicht zum Blickfang. Wählen Sie jedoch nur eines davon und halten Sie den Rest dezent, denn die Farbe spricht für sich selbst. Auch YouTube-Blogger haben diesen Trend bereits entdeckt, weshalb Sie viele Videos mit Schminktipps finden können, in der die Farbe Marsala in irgendeiner Weise vorkommt.

 

In der Wohnung, bei der Inneneinrichtung sollten Sie es ähnlich handhaben wie in der Kosmetik. Marsala eignet sich perfekt dafür, Akzente in Ihren vier Wänden zu setzen, beispielsweise als gerahmtes Bild oder Vase. Auch harmoniert Marsala sehr gut mit Mustern auf Oberflächen, wie zum Beispiel auf Polstermöbeln oder Teppichen. Es hält die Wohnung elegant und schlicht, verleiht dem ganzen jedoch einen einzigartigen Charme.

Panetone-Marsala im Design

Natürlich eignet sich Marsala auch für verschiedene Design-Arbeiten. Flyer, Poster oder Verpackungen: Die Farbe wirkt in der richtigen Dosis interessant. Kombieren lässt sich Marsala gut mit Brauntönen, Erdtönen oder im Zusammenspiel mit sehr grellen Farben, um die Aufmerksamkeit des potentiellen Lesers zu erhalten.
Egal, in welchem Zusammenhang Sie Marsala verwenden, Sie sollten sich diese Trendfarbe des Jahres 2015 auf jeden Fall ansehen. Sie ist ein Alleskönner und funktioniert sowohl bei der Inneneinrichtung, in der Mode- und Kosmetikbranche, als auch klassisch in der Werbebranche. Starten Sie mit dieser eleganten Farbe in den Frühling.

 

Bildquelle: Panetone.com

Kategorien: Management-News

Der Katalogdruck

gutenbergblog - 24. April 2015 - 11:00

Ja, das waren schon Medienereignisse, damals, als die dicken Wälzer von Neckermann und Quelle von Baur, Schwab und Otto, zweimal im Jahr aus den Rotationspressen liefen. Auf bis zu 1000 Seiten wurden Tausende von Artikeln beworben und der Katalogdruck erreichte unglaubliche Auflagen. Bis zu drei Millionen Stück dieser drei Kilogramm schweren Kataloge wurden verschickt und verschafften der Neckermann AG einen Umsatz von 300 Millionen DM pro Jahr.

Gedruckt wurden diese Ikonen des Wirtschaftswunders anfangs, in den 1950er Jahren, noch im Hochdruck. Bei steigender Auflage gingen die Hersteller beim Katalogdruck aber mehr und mehr zum Tiefdruckverfahren über, das erst bei Auflagen von über 300000 Stück rentabel wird. Im Gegensatz zum Hoch- und Flachdruck, besser bekannt unter der Bezeichnung Offset-Druck, wird im Tiefdruck von einer tiefer geätzten Druckform gedruckt. Winzig kleine, rautenförmige Vertiefungen werden in die Druckform geätzt oder gestochen. Diese sind von den Nachbarnäpfchen durch kleine Stege getrennt und werden von der Druckmaschine mit Farbe gefüllt. Eine Rakel streift die überflüssige Farbe ab und ein Druckzylinder presst das saugfähige, oftmals etwas angefeuchtete Papier, mit großem Druck auf die Druckform. Das Papier saugt die Farbe aus den Näpfchen und fertig ist der Abzug. Dieses Verfahren eignet sich hervorragend dazu im Katalogdruck eine fotorealistische Qualität der Bilder aufs Papier zu bringen.

Betrachtet man einen im Katalogdruck hergestellten Druck durch eine starke Lupe – wie zum Beispiel einem Fadenzähler – sieht man ein fast geschlossenes Bild. Beim Flachdruck und Hochdruck kann man mühelos die Rasterpunkte unterscheiden – beim Tiefdruck laufen die Punkte jedoch zusammen. Dieser Blur-Effekt verbessert ganz entscheidend die Qualität der Abbildungen und darauf kommt es ja an, beim Katalogdruck.

Es ist klar, dass ein solcher Katalogdruck extrem teuer ist und sich nur dann lohnt, wenn große Auflagen einen noch größeren Umsatz generieren. Als in den letzten Jahrzehnten der Umsatz bei den Versandhäusern teilweise dramatisch einbrach, war auch ein solch teurer Katalogdruck nicht mehr wirtschaftlich.

Mehr und mehr rückte man beim Katalogdruck von dem Tausend-Seiten-Wälzer ab, hin zu einer modernen Katalogform. Heute muss ein Werbekatalog eher in Form eines Magazins auftreten um den Geschmack der Kunden zu treffen. Hinzu kommt der Online-Handel, über den der Versandhandel heute bis zu 80% des Umsatzes erzielt. Die Auflagen des Katalogdrucks schrumpften und wurden wieder überwiegend im Offsetverfahren gedruckt. Die damit einher gehende Qualitätseinbuße konnte durch neue Rasterverfahren – wie zum Beispiel frequenzmodulierte Raster – gut kompensiert werden.

Der Digitaldirektdruck, den auch viele Online-Druckereien für den Katalogdruck anbieten – schafft eine ganz neue, völlig überraschende Form der Werbung. Ein echtes Direktmarketing wird möglich. Beim Printing mit digitaler Drucktechnik kann die Druckform bei jedem Druck geändert werden. So wird es zum Beispiel möglich, einen Katalog in einer Auflage von 100 Stück zu produzieren, wobei sich jeder der 100 Kataloge voneinander unterscheidet. Jeweils dem Bedarf des Kunden angepasst an den der Katalog, der verschickt wird. Das kann das Internet noch nicht leisten! Dazu ein kleines Beispiel. In Deutschland wurden vor Jahren 1000 Hausbesitzer angeschrieben. In dem Brief lag ein kleiner Flyer. Auf dem Titel der Broschüre konnte jeder Hausbesitzer sein eigenes Haus aus der Vogelperspektive sehen. Google-Earth und Digital-Direktdruck machten es möglich, und der Erfolg der Broschüre war enorm. Der Katalogdruck ist also noch lange nicht tot. Ausgestorben sind nur, und das sicher für immer, die gewaltigen Dinosaurier der Versandhäuser. Wer also heute Katalogdruck braucht, der sollte auf Qualität achten, denn er tritt in direkte Konkurrenz zu anderen Versandhändlern, zum Internet und zu Hochglanzmagazinen. Ein pfiffiger Designer, eine Druckerei die auf höchste Qualität Wert legt, und ein gutes Konzept sind notwendig, um sich aus der Masse gedruckter Werbemedien positiv ab zu heben!

Kategorien: Management-News

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